Alkohol und Diabetes
Gefragt am 23.05.200923:36 Uhr | Einsatz: € 20,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 2568
Unser Sohn ist 29 Jahre alt und hat gerade ein Referendariat begonnen, um Lehrer zu werden.
Er hat Diabetes 1 (Erstdiagnose Januar 2004), geht regelmäßig zum Arzt
(Intensivierte Insulintherapie/Basis-Bolus-Therapie), und sein HAC-4 Wert
ist in Ordnung. Er ist mittelgroß und hat Normalgewicht.
Unser Sohn erlegt sich in Bezug auf Süßigkeiten und Alkohol keinerlei Beschränkungen auf und geht nicht mäßig und besonnen damit um.
Seit ca. drei Jahren hat er sich angewöhnt, regelmäßig am Wochenende vor dem nächtlichen Ausgehen möglichst schnell Alkohol zu trinken, um auf einen gewissen Alkohol-Pegel zu kommen. Zunächst war es Bier; seit einigen Monaten trinkt er Jägermeister (?Bier dauert zu lange?).
Seine Einstellung: ?Mir passiert nichts.? / ?Ich hab das im Griff.?
Unsere Frage: Wie groß ist das Risiko bei einem solchen Verhalten?
Fragesteller
Gefragt am 23.05.2009 23:36 Uhr
AnonymisiertDieser Experte ist momentan nicht aktiv.
Antwort unseres Experten
So wie es Ihrer Fragestellung schon zu entnehmen ist, haben Sie Bedenken im Umgang ihres Sohnes mit seiner Erkrankung. Und diese sind durchaus berechtigt.
Vorweg sei gesagt, dass es kaum ein Diabetiker schafft, dauerhaft auf die Dinge zu verzichten, die seiner Krankheit Vorschub leisten. Aber der maßvolle Umgang ist das Entscheidende.
Der Hba1c (ich denke den meinen Sie mit dem HAC-4 Wert) sagt lediglich etwas über den durchschnittlichen Blutzucker in den letzten Wochen aus.Das heißt aber nicht, dass er nicht zur Beurteilung der langfristigen Diabeteseinstellung herangezogen werden kann. Er ist aber nicht in der Lage kurzfristige Schwankungen zu erkennen ...
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