Kategorie: Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde |
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Frage: Husten |
| Gefragt am 14.08.2010 23:03 Uhr | Einsatz: € 10,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1021 |
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Beantwortet von Dr. med. Olaf Stephan (Profil ansehen)
Sehr geehrter Fragender,
ja ein so lange dauernder Reizhusten kann für den Betreffenden schon eine erhebliche Belastung darstellen und ist häufig therapeutisch schwierig zu beeinflussen, da sich ein so lange andauernder Husten häufig auch als bedingter Reflex verselbständigt, denn durch das ständige Husten entsteht eine Entzündung der Schleimhaut in der Luftröhre und den Bronchien, was seinerseits wiederum einen neuen Hustenreiz bedingt. Zunächst einmal sollte die Ursache des Hustens wenn möglich ermittelt werden und da wurden bei Ihnen schon viele Untersuchungen gemacht. Oft liegt die Ursache des Hustens in einem beginnende Asthma, das würde man dann in der Lungenfunktion erkennen, mitunter müßte bei unauffälligem Ergebnis noch ein Provokationstest erfolgen. Des weiteren kann die Hustenursache in einer Allergie (häufig auf Hausstaubmilben) bestehen, hier kann eine allergologische Testung durchgeführt werden, es sollte auch geklärt werden, ob eine Staub- oder Schadstoffbelastung (z. B. durch die Arbeit) besteht. Falls Sie Raucher sind, sollten Sie damit aufhören, auch hier gibt es diverse medizinische Hilfsmöglichkeiten. Weiterhin ist eine HNO-ärztliche Untersuchung erforderlich, möglicherweise besteht eine chronische Kehlkopfentzündung (Laryngitis) o. ä.. Bei einem so lange bestehenden Husten ist es auch erforderlich, eine endoskopische Untersuchung der Luftröhre und der großen Bronchien (sog. Bronchoskopie, flexibel, ähnlich wie die Gastroskopie) vorzunehmen. Diese Untersuchung wird von Lungenfachärzten ambulant durchgeführt. Das wären zunächst erst einmal die Untersuchungen, die bei Ihnen noch fehlen und evtl. eine diagnostische Klärung erbringen könnten. Des weiteren kann so ein Husten auch medikamentös bedingt sein, häufig durch sog. ACE-Hemmer (Medikamente gegen Bluthochdruck), Beta-Blocker haben diese Nebenwirkung nicht (sie könnten aber ein vorbestehendes Asthma verschlimmern!). Als Therapie sollten zunächst regelmäßig hustenstillende Medikamente gegeben werden (z. B. Codein), aber kein ACC, Ambroxol oder Bromhexin (diese verstärken nur den Hustenreiz). Weiterhin ist es empfehlenswert ein effektives Kortikoid-Spray zur Inhalation regelmäßig anzuwenden, um die Entzündung in den Bronchien zu behandeln. Hier ist das beste derzeitig verfügbare Präparat das Flutide-Dosieraerosol, das Sie zwei mal täglich inhalieren müssen. Die Therapie kann auch ohne Kenntnis der genauen Hustenursache gleich beginnen, damit Sie erst einmal Linderung haben. Am besten, Sie lassen sich von Ihrem Hausarzt an einen Facharzt für Lungen- und Bronchialheilkunde überweisen, der kann die fehlende Diagnostik vornehmen und Ihnen die Medikamente verschreiben. Ich hoffe, dass ich Ihnen bei Ihrem Problem etwas weiterhelfen konnte. Mit freundlichen Grüßen O. Stephan. Weitere Fragen zum Thema "Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde" lesen! |
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