Kategorie: Gynäkologie |
|---|
Frage: Utrogest Kinderwunsch |
| Gefragt am 15.10.2009 13:37 Uhr | Einsatz: € 20,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1203 |
|
Hallo liebes Team, |
Klicken Sie hier und fragen Sie einen Arzt zum Thema Gynäkologie!
| Antwort |
|---|
|
Beantwortet von Dr. med. Susanne Plotz (Profil ansehen)
Liebe Sabine,
ich kann Ihre Verunsicherung sehr gut verstehen. Zunächst zur Zeit, die bereits vergangen ist seit Ihrem Kinderwunsch. Tatsächlich kann es bis zu zwei Jahren dauern, bis eine Schwangerschaft eintritt. Bei sehr jungen Frauen klappt es oft auch schneller, aber acht Monate ist zunächst noch kein Grund, sich Sorgen zu machen. Dann zu den Zyklusunregelmäßigkeiten (die zu der Zwischenblutung geführt haben). Es muss nicht immer zwangsläufig eine Gelbkörperschwäche vorliegen. Unregelmäßigkeiten können auch durch Stress, Krankheiten oder Einnahme von Medikamenten hervorgerufen werden. Da Ihre Zyklen immer regelmäßig waren und auch die Hormontestung soweit in Ordnung war, können also auch andere Ursachen eine Rolle gespielt haben. Natürlich wird Ihre Frauenärztin aber ihre Gründe gehabt haben, Ihnen das Utrogest zu verschreiben. Das Progesteron wirkt vor allem in der zweiten Zyklushälfte und gewährleistet, dass die Schleimhaut optimal für eine Schwangerschaft vorbereitet wird. Wenn ich es richtig verstanden habe, haben Sie erst eine Tablette genommen und dies in der Zyklusmitte. Normalerweise ist es in der Tat so, dass das Utrogest in der zweiten Zyklushälfte eingesetzt wird. Bei Frauen mit unregelmäßigen Zyklen und Gelbkörperschwäche werden in der ersten Hälfte oft noch andere Hormonen gegeben. Ob Ihre Blutung durch die eine Tablette ausgelöst wurde, kann ich natürlich nicht genau beurteilen, es wäre jedoch möglich. Leider darf ich Ihnen auf diesem Weg keinen Rat geben, da ich Sie nicht untersuchen kann und Ihre Geschichte nicht genau kenne. Sie sollten auf jeden Fall mit Ihrer Ärztin Rücksprache halten und ablären, ob sie das Utrogest trotzdem noch weiter nehmen sollen. Wenn Sie sie nicht erreichen (und nur dann!!!) spricht aus medizinischer Sicht nichts dagegen, die Tabletten abzusetzen. Das bleibt jedoch Ihre eigene Entscheidung und liegt in Ihrem Verantwortungsbereich. Ich möchte aber dennoch betonen, dass Sie auf jeden Fall zuerst mit Ihrer Ärztin reden müssen. Ich hoffe, ich konnte Ihnen auf diesem Wege etwas weiterhelfen und wünsche Ihnen Alles Gute. Herzliche Grüße Ihre Susanne Plotz |
Klicken Sie hier und fragen Sie einen Arzt zum Thema Gynäkologie!
