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Kategorie: Gynäkologie

Frage: Schwangerschaft /Geburt

Gefragt am 14.08.2009 14:05 Uhr | Einsatz: € 10,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1020

Hallo ,mein Ehemann und ich haben Kinderwunsch, da gibt es aber leider nur ein Problem,und zwar habe ich große Angst vor der Geburt. Ich muss auch sagen das ich bereits schon drei Kinder habe ,und auch schon mit einem Kaiserschnitt und zwei normalen Geburten entbunden habe.Die erste Geburt war ein Notkaiserschnitt weil sich das Baby mit der Nabelschnur verfangen hatte.Bei der ersten normalen Geburt habe ich eine PDA bekommen , weil ich die Schmerzen einfach nicht mehr aushalten konnte.Meine dritte Geburt war aushaltbar ohne PDA. Die Sache ist das mein Frauenarzt letzes Jahr bei einer normalen Blutabnahme herausgefunden hat das ich eine Blutgerinnungsstörung habe und zwar wenn ich mich zum beispiel schneide ,dann blutet es länger und länger als bei anderen.Es dauert dann eine Weile bis ich aufhöre zu Bluten.Auch meine Frauenärztin hat mir gesagt das ich damals normalerweise keine PDA hätte bekommen sollen.Das macht die Sache für mich nur noch schlimmer, da ich ja aus schlechter Erfahrung sowieso Angst vor der Geburt habe, und dann noch kein Recht auf gute Schmerzmittel.Meine Frauenärztin sagte mir auch wenn ich jetzt Schwanger werden würde müsste ich täglich Spritzen bekommen , damit ich keine Thrombose bekomme! Da habe ich mich gefragt , wie kann man denn Thrombose bekommen wenn man zu dünnes Blut hat? Mein Blut verklumpt ja nicht ist ja genau das Gegenteil. Wie auch immer all diese Dinge machen mir panische Angst und ich muss von Ihnen wissen was ich tun soll! Stimmt es was meine Frauenärztin sagt müsste ich wirklich täglich Thrombose Spritzen bekommen? In meinen anderen Schwangerschaften ist mir doch auch nichts passiert?! Wie kann ich am besten Entbinden?
Ich wäre Ihnen sehr dankbar für eine schnelle Antwort

Vielen Dank im voraus und liebe Grüße

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Antwort

Beantwortet von Dr. med. Susanne Plotz (Profil ansehen)

Liebe Fragende,

ich kann gut verstehen, dass Sie sich Sorgen machen. Ein Glück gibt es heutzutage in der modernen Medizin schon sehr viele Möglichkeiten.
Es wäre von Vorteil, wenn Sie genau wüssten, durch was die erhöhte Blutungsneigung ausgelöst wird. Dies kann zum einen vererbt werden, aber auch z.B. durch Medikamente ausgelöst werden.
Die häufigste, vererbliche Form ist das so genannte von Willebrand Syndrom. Dabei ist ein Stoff, der für die Gerinnung benötigt wird, vermindert.
Bei dieser Krankheit (von der ich natürlich nicht weiß, ob Sie sie haben) besteht die Möglichkeit, eine normale Schwangerschaft und auch eine normale Geburt zu erleben. Bis zur Geburt kann der Faktor sogar fast normale Werte aufweisen.
Das Wichtigste ist, dass Sie sich frühzeitig in einer Gerinnungsambulanz vorstellen. Das sind Zentren, die auf Gerinnungsstörungen spezialisiert sind und Ihnen jeden mögliche Hilfe anbieten können. In Ihrem Falle empfiehlt es sich sogar, noch vor der Schwangerschaft dort vorstellig zu werden, denn die Experten können 1. die genaue Ursache für Ihre Gerinnungsstörung herausfinden und Ihnen 2. genau erklären, was Sie bei einer Schwangerschaft beachten müssen.
Zum Thema Schmerzmittel: eine PDA ist für den mütterlichen Körper und das Kind die am wenigsten belastende Möglichkeit, um die Schmerzen zu nehmen. Es gibt aber durchaus auch die Möglichkeit, ein Schmerzmittel auf anderem Wege zu geben (vor allem, da es bei Ihnen aus medizinischer Sicht angezeigt wäre). Sie müssten die Geburt also keinesfalls ganz ohne Schmerzmittel durchstehen.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und wünsche Ihnen Alles Gute.
Herzliche Grüße
Ihre Susanne Plotz

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