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Schmerzen der Arme in der Schwangerschaft und Taubheitsgefühle in den Händen, Schlaflosigkeit

Gefragt am 17.06.2009
18:10 Uhr | Einsatz: € 10,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 3014

 

Ich bin in der 33.SSW. und habe starke Schmerzen in den Armen und Taubheitsgefühle und ein Kribbeln in den Fingern. Außerdem leide ich an Schlaflosigkeit. Magnesium nehme ich schon. Was kann man sonst noch machen?

Fragesteller Fragesteller Gefragt am 17.06.2009
18:10 Uhr
Dr. med. Olaf Stephan Dr. med. Olaf Stephan Beantwortet am 14.07.2009
15:42 Uhr

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Beantwortet am 14.07.2009 15:42 Uhr | Einsatz: € 10,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 3014

Antwort von Dr. med. Olaf Stephan (Gynäkologie)

Sehr geehrte Ratsuchende,

da Ihre Anfrage schon recht lange unbeantwortet erscheint möchte ich versuchen, Ihnen eine Antwort (aus der Sicht der Inneren Medizin) zu geben, zumal ich auch denke, dass es sich in Ihrem Fall um ein nicht schwangerschaftsspezifisches Problem handelt. Zunächst einmal Magnesium ist immer gut, ganz besonders in der Schwangerschaft, der Tagesbedarf liegt bei etwa 300 mg täglich, insofern können Sie hier gar nichts falsch machen. Die von Ihnen angeführten Beschwerden sprechen am ehesten für ein skelettales Problem im Bereich der Halswirbelsäule, das sicherlich mehr oder weniger unabhängig von der Schwangerschaft besteht. Die meisten der Nerven, die die Arme und Hände motorisch und sensibel versorgen entstammen der Region der Halswirbelsäule, so dass bei muskulären Verspannungen oder knöchernen Blockaden im Bereich der HWS die hier entspringenden Nervenwurzeln irritiert werden und somit Mißempfindungen in der von Ihnen geschilderten Art entstehen können. Das wäre dann in erster Linie ein orthopädisches Problem, das mit Hilfe von Physiotherapie bzw. Manualtherapie recht leicht behoben werden kann, Medikamente kommen hierbei meist nicht zur Anwendung und sind im Rahmen der Schwangerschaft ohnehin nicht zu empfehlen. Mit Röntgen-Untersuchungen ist man in der Schwangerschaft ebenfalls äußerst zurückhaltend, aber ich denke, dass die Diagnose auch auf Grund einer fachärztlichen körperlichen Untersuchung gestellt werden kann. Am besten wenden Sie sich an einen Orthopäden oder Manualtherapeuten in Ihrer Nähe. Die Schlafstörung betreffend ist ebenfalls von einer Medikamentengabe abzuraten, zumal die meisten Schlafmittel in der Schwangerschaft verboten sind, auch ist bei einigen pflanzlichen Präparaten Vorsicht geboten, ein gleiches gilt übrigens auch für die Stillzeit. Neben den allgemeinen schlafhygienischen Maßnahmen wie: einigermaßen konstanter Zeitpunkt des Schlafengehens, Meidung von übermäßigem Fernsehkonsum, ausreichender körperlicher Betätigung tagsüber etc. sind ggf. beruhigende Teezubereitungen (z. B. Kamille oder Fenchel o. ä.) angeraten. Für den weiteren Verlauf der Schwangerschaft und bei der Bewältigung der vielfältigen Aufgaben als Mutter wünsche ich Ihnen alles gute, mit freundlichen Grüßen

Olaf Stephan.

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