Kategorie: Gynäkologie |
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Frage: Langstreckenflüge in der frühen Schwangerschaft |
| Gefragt am 08.03.2011 19:46 Uhr | Einsatz: € 20,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1019 |
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Beantwortet von Uni-Arzt Torben C. Müller (Profil ansehen)
Sehr geehrte Fragende,
erst einmal herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Schwangerschaft, die Strahlenbelastung bei einem 8h-Flug in 12.000m Höhe beträgt 0,2 mSV pro Flug. Dies entspricht etwa zwei koventionellen Röntgenaufnahmen. Das Embryo ist sehr empfindlich gegen ionisierende Strahlung; in den ersten 10 Tagen sogar extremst empfindlich. Einige Untersuchungen haben gezeigt, dass bereits eine Strahlung von 0,1 Sv bei Embryonen bis zum 10. Intrauterinen Lebenstag tödlich wirken kann. Eine relativ, ich betone relativ, "sichere" Dosis gilt eine Dosis unter 50mSv. Am Anfang der Schwangeschaft ist ein Embyro aufgrund des schnellen Zellwachstums und der Ausbildung der Organanlagen besonders empfindlich, daher wäre ich sehr vorsichtig. Also wenn Sie sicher gehen wollen sollten Sie nicht mehr fliegen. Man kann nie sagen woran es liegt wenn im Nachhinein eine Behinderung auftritt. Sie dürfen es eigentlich auch nicht geheim halten, aber ich bin kein Jurist. Ich kann Ihre materiellen Interessen verstehen, aber eigentlich sollte das Kindeswohl an oberster Stelle stehen. Wenn Sie Rückfragen haben gerne Ihnen alles Gute Herzlichst T.C. Müller |
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