Kategorie: Gynäkologie |
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Frage: Krebsvorstufe |
| Gefragt am 10.02.2011 21:16 Uhr | Einsatz: € 25,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1013 |
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Beantwortet von Dr. med. Susanne Plotz (Profil ansehen)
Liebe Fragende,
ich kann Ihre Sorge gut verstehen. Wenn ich es richtig überblicke, geht es Ihnen vor allem um die Abklärung des Abstriches. Wenn bei einer Untersuchung ein PAP IIID festgestellt wurde, so hätte der Gynäkologe im Optimalfall eine Biopsie (Gewebeentnahme)Ihres Gebärmutterhalses machen sollen, um festzustellen, ob sich bereits veränderte Zellen dort befinden. Der Abstrich ist immer nur eine erste Erkennungsmöglichkeit, aber mit einer Gewebeprobe kann man natürlich noch viel deutlicher sehen, ob sich Zellen bereits so verändert haben, dass es sich um eine Krebsvorstufe handelt. Offenbar wurde jedoch in Ihrem Fall entschieden, dies nicht zu tun, sondern erst einmal abzuwarten. Der zweite Abstrich brachte ja nun ein gutes Ergebnis, der PAP I/II heißt: alles ist im grünen Bereich. Zur Sicherheit soll nun im April nochmals ein Abstrich gemacht werden. Liegt dieser wieder bei PAP I/II, dann kann man (so steht es in den Leitlinien) weiter abwarten. Zeigt sich jedoch, dass es wieder ein PAP IIID ist, so würde ich dringend empfehlen, eine Biopsie zu machen (und zwar vor der geplanten Operation). Auch ein HPV Test ist dringend anzuraten. Eigentlich rühren alle Krebsvorstufen des Gebärmutterhalses von einer Infektion mit dem HPV Virus her. Da es mehr als 70 verschiedene Untertypen des Virus gibt, ist es gut zu wissen, welchen HPV Virus Sie haben, damit dann die späteren Kontrollen erfolgen können. Es kann nämlich sein, dass Sie zu einem späteren Zeitpunkt einen anderen Subtypen haben (oder im besten Falle gar kein HPV Virus mehr nachzuweisen ist.) Zur Impfung: grundsätzlich hilft eine Impfung nur VOR einer Infektion mit HPV. Tragen Sie das Virus einmal im Körper (was bei Ihnen nach dem PAP IIID der Fall zu sein scheint), so hilft eine Impfung nicht mehr. Außerdem, und auch das muss man wissen, schützt diese Impfung nur vor den wichtigsten HPV Subtypen, aber nicht vor allen. Zusammenfassend: Sie müssen sich jetzt bitte nicht zu viele Sorgen machen. Im April sollte auf jeden Fall nochmals ein Abstrich genommen werden, wenn dieser einen PAP IIID zeigt, dann ist eine Biopsie angeraten und eventuell auch eine Operation. Bei einer Krebsvorstufe wird durch die Operation sämtliche Gefahr beseitigt, an Krebs zu erkranken (außer, Sie haben später wieder eine HPV Infektion, das kann man natürlich nicht ausschließen). Die Impfung hilft nach meinen Kenntnisstand in Ihrem Falle gar nichts. Sie können im Moment konkret nichts tun, außer, den Abstrich im April abzuwarten und Ihren Gynäkologen zu bitten, dass er Sie nochmals ausführlich über die Fortgehensweise aufklärt. Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und wünsche Ihnen Alles Gute, Ihre Susanne Plotz |
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