Kategorie: Allgemeinmedizin |
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Frage: nächtliche Kreislaufprobleme |
| Gefragt am 30.01.2010 17:07 Uhr | Einsatz: € 10,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1012 |
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Guten Tag, mein Problem tritt ca. 1 mal im Monat auf und äußert wie folgt. Ich wache nachts auf und fühle mich hundeelend, schwach, nassgeschwitz und mir ist übel. Wie kurz vor einem Kreislaufkollaps. Jegliche Bewegungen verschlimmern mein Befinden. Das ganze dauert dann ca. 10 Minuten, ich zwinge mich ruhig zu bleiben und vorallem trotz Übelkeit nicht aufzustehen, da ich sonst sicher gleich umkippen würde. |
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Beantwortet von Dr. med. Susanne Plotz (Profil ansehen)
Liebe Fragende,
ich kann Ihre Sorge gut verstehen. Es ist sehr gut, dass Sie bereits ein EKG haben machen lassen, denn natürlich muss man immer aussschließen, dass eine körperliche Ursache dahinter steckt. Da Ihre Beschwerden nur einmal im Monat auftreten und nach kurzer Zeit wieder von alleine weggehen, könnte ich mir persönlich allerdings auch vorstellen, dass nicht so sehr körperliche Ursachen hinter diesen Anfällen stecken, sondern eher seelische. Was Sie beschreiben, kann natürlich körperlich bedingt sein, aber es kann sich auch um einen Panikanfall handeln. Und bitte glauben Sie jetzt nicht, Sie seien verrückt oder sowas kann es doch nicht geben. Manchmal hat unser Körper und unsere Seele keine andere Möglichkeit uns mitzuteilen, dass irgendwas nicht stimmt, als über körperliche Alarmsingnale. Dafür spricht das Auftreten einmal im Monat, die relativ kurze Dauer und dass es von alleine wieder verschwindet. Panikanfälle treten meist aus "heiterem Himmel" auf. Bei einigen Menschen erzeugen zum Beispiel große Plätze oder enge Fahrstühle Panikanfälle. Aber nicht immer ist gleich ersichtlich, was genau eigentlich so eine Panikattacke auslöst. Panikanfälle gehen mit den Beschwerden einher, die Sie beschreiben: die Betroffenen fühlen sich ängstlich, bekommen Herzrasen, schwitzen, manchmal ein Schwindelgefühl und haben das Gefühl, ihren Körper nicht mehr so recht unter Kontrolle zu haben. Die Anfälle gehen in der Regel von alleine wieder weg und es gibt keine körperliche Ursache dafür. Vielleicht passiert einmal im Monat etwas, was Ihnen Sorge oder Angst bereitet, dessen Sie sich aber vielleicht gar nicht so bewusst sind oder dem Sie nicht so viel Aufmerksamkeit geschenkt haben? Bitte verstehen Sie mich richtig: ich möchte Sie keineswegs auf die "Psychoschiene" abschieben. Daher rate ich Ihnen, nochmal zum Arzt zu gehen und ein Langzeit EKG machen zu lassen (am besten natürlich, wenn gerade die Anfälle auftreten). Erst müssen selbstverständlich alle körperlichen Ursachen ausgeschlossen werden. Wenn das der Fall ist, dann wäre es gut, einmal einen Psychologen oder Psychiater zu kontaktieren. Damit gehen die Anfälle zwar nicht sofort weg, aber wenn Sie wissen, was dahinter steckt, dann können Sie auch besser damit umgehen und müssen keine Angst haben. Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und wünsche Ihnen Alles Gute. Herzliche Grüße, Ihre Susanne Plotz |
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