Kategorie: Allgemeinmedizin |
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Frage: Blutzucker |
| Gefragt am 16.10.2011 15:27 Uhr | Einsatz: € 20,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1012 |
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Sehr geehrte Damen und Herren, |
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Beantwortet von Christian Welsch (Profil ansehen)
Sehr geehrter Fragesteller,
da wohl gerade keiner der Internistischen Fachkollegen Zeit zur Beantwortung Ihrer Frage hat, möchte ich mich an Ihre Beantwortung herantrauen. Zunächst einmal möchte ich anmerken, das eine Zuckerauscheidung im Urin durchaus nicht krankhaft sein muss. Allein der Nachweis das Zucker im Urin ist (qualitativer Test) sagt noch nicht viel aus, da der Körper auf diese Art ein zuviel an Zucker loswird. Der Zuckergehalt im Urin beträgt beim Gesunden ca. ein zehntel des Gehaltes im Blut. Es müsste also der Gehalt des Zuckers im Urin bestimmt werden, der 15 mg/dl oder 8,3 mmol/l nicht übersteigen sollte. Die Werte die sie beschreiben (normales HbA1c) sprechen klar gegen einen Diabetes. Um einen verlässlichen mittleren Blutzuckerwert zu erhalten, muss man über einen Zeitraum von 14 Tagen mindestens 4-6 x am Tag Blutzucker messen... Ein Diabetes wird laut der Information eines Diabetologen nur mit einem oralen Glucose-Toleranz-Test nachgewiesen. hierbei werden die Werte im Blut mittels Blutentnahme, also aus der Vene und nicht aus den Kapillaren wie beim BZ-Stix herangezogen. Die Normwerte für den Blutzucker schwanken zwischen den einzelnen Gesellschaften schon ein bischen, hier haben die Deutschen z.B. andere Empfehlungen als die Amerikaner... Das Entscheidende bei Ihnen ist aber, das man mit einem handelsüblichen Messgerät nur den Verlauf eines Diabetes kontrolliert und nicht die Krankheit selbst diagnostiziert. Die Geräte dürfen bei der Messung Streuungen bis zu 15% haben, und das ist einfach zu ungenau. Falls sie also immernoch unsicher sind, lassen sie einen oralen Glucosetoleranztest machen und den Verlauf der Auscheidung der Glucose im Urin testen. |
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