Kategorie: Allgemeinmedizin |
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Frage: Benommenheitsgefühl |
| Gefragt am 29.05.2009 22:41 Uhr | Einsatz: € 20,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1043 |
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Hallo, ich leide seit ca. 3 Wochen an einem Benommenheitsgefühl mit manchmal ganz leichtem Schwindel. Ansonsten habe ich noch Schmerzen an der HWS wegen denen ich gerade Massage und Fango bekomme. Leider ist dieses Benommenheitsgefühl immernoch da. |
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Beantwortet von Björn Biermann (Profil ansehen)
Die Beschwerden , die Sie beschreiben sind ein häufiges Phänomen und können eine Vielzahl von Ursachen haben.
Aus diesem Grund gibt es da auch so viele "wilde Theorien".Es empfiehlt sich wie bei allen Dingen, die nicht leicht zu lösen sind, nach dem Ausschlussprinzip vorzugehen. Dabei kommen Sie nicht umhin auch einige apparative Untersuchungen vorzunehmen. Benommenheit, die im Liegen verschwindet und beim Aufstehen "wieder da ist" ,läßt bei jedem Kliniker ersteinmal die Vermutung eines niedrigen Blutdrucks aufkommen. Das wäre die erste apparative Untersuchung. Sollte das "Magen-Darmproblem" mit stärkeren Durchfällen einhergegangen sein, könnten -bei unzureichendem Ersatz- viel Flüssigkeit und Blutsalze (Elektrolyte) verloren gegangen sein, die man ersetzen sollte. Dazu gibt es diverse ausreichende freiverkäufliche Mittel in den Apotheken, bei denen Ihr Apotheker Sie sicher gut beraten kann. Das wäre jetzt das naheliegendste, da sie wahrscheinlich beim Sport viel schwitzen und zusätzlich weitere Elektrolyte verlieren. Weitere Ursachen könnten in Herzerkrankungen liegen, die dazu führen, dass bei Belastung die Herzleistung nicht ausreicht. Das würden sie beim Sport durch die verringerte Leistungsfähigkeit merken. Eine Herzultraschalluntersuchung wäre hier aufschlussreich. Auch der HNO-Arzt kann zur Aufklärung Ihrer Beschwerden beitragen. Es gibt Erkrankungen des Innenohres, die zu "Benommenheit" führen. Ob die Symptome durch Veränderungen der HWS bedingt sein können, kann ein Orthopäde meist schon bei der klinischen Untersuchung feststellen. Noch etwas zu dem Punkt der Psyche. Ich persönlich vertrete den Standpunkt,daß wir als Ärzte erst alle diagnostischen Maßnahmen ausschöpfen sollten, um eine organische Erkrankung auszuschliessen. Erst wenn diese keinen wegweisenden Befund erbringen, sollte an eine psychische Beeinflussung der Symptome gedacht werden. Ich weiss, dass Ihnen all diese Erläuterungen jetzt keine direkte Antwort auf Ihre Frage geben. Sie können aber selbst aktiv werden, um zur Aufklärung beizutragen, indem sie mit Ihrem behandelnden Arzt die oben genannten Untersuchungen "in Angriff" nehmen.Ich hoffe Ihnen einen brauchbaren Wegweiser an die Hand gegeben zu haben und wünsche Ihnen noch ein schönes Pfingstfest. PS: ...von Darmpilzen, die Benommenheit herbeiführen, hab ich noch nie etwas gehört. |
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