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Kategorie: Allergologie

Frage: Insektengiftallergie

Gefragt am 01.08.2011 16:02 Uhr | Einsatz: € 20,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1013

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin habe eine Frage zur Wespengiftallergie.
Vorneweg: Ich leide an Heuschnupfen und allergischem Asthma, das in den letzten Jahren durch die Einnahme von Cetirizin im Frühjahr sehr gut unterdrückt wird.
Letzten Herbst wurde ich von einer Wespe gestochen und meine Hand schwoll sehr stark an (habe daraufhin Cetirizin eingenommen). Außer der großen Schwellung hatte ich keine Probleme und es war auch nicht mein erster Wespenstich.
Als ich aus anderen Gründen bei meinem Allergologen war, habe ich den Stich angesprochen und der Arzt daraufhin Blut abgenommen. Ergebnis war ein IgE Wert von RAST 4.
Daraufhin wurde ich ins KH überwiesen um mich einer SChnellhypo zu unterziehen. Die dortigen Ärzte haben mich allerding wieder nach Hause geschickt, da ich keine systemische Reaktion hatte.
Vielleicht können Sie sich vorstellen, wie verunsichert ich nun bin. Ich habe zwar ein Notfallset, aber fühle mich doch sehr eingeschränkt in meinen Freizeitaktivitäten und stehe im Freien eigentlich ständig unter Strom und halte nach Wespen Ausschau. Ist es sinnvoll, prophylaktisch im Sommer mein Cetirizin weiterhin einzunehmen? Würde das eine heftige Reaktion von vorneherein unterdrücken? Leider hat mir mein Allergologe der mir zur Hypo geraten hatte auch nicht wirklich weitergeholfen. Er führt sie leider in seiner Praxis nicht aus.
Vielen Dank im Voraus für Ihre Mühe

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Antwort

Beantwortet von Dr. Matthias Wahn (Profil ansehen)

Sehr geehrter Patient,
die Entscheidung des Kh war nach derzeitigem Kenntnisstand richtig. Ob Sie Cetirizin weiter einnehmen sollen, ist eine Risiko-Nutzen-Abwägung. Allergische Reaktionen können damit unterdrückt werden (ein anderes Antihistaminikum ist in der Regel aber auch Bestandteil Ihres Notfallsets), allerdings können auch neuere Antihistaminika wie Citirizin müde machen und so die Fahrtüchtigkeit einschränken.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Hautarzt

Nachfrage
Vielen Dank für Ihre Antwort,
ich habe auch Cetirizin im Notfallset, aber akut eingenommen wirkt es doch erst nach ca. 30 Minuten??? Dann wäre eine heftige Reaktion doch sowieso schon eingetreten. Mir geht es hier eher um die ständige Unsicherheit. Da ich wegen meinem Heuschnupfen Cetirizin sowieso schon im Frühjahr einnehme, wäre es für mich absolut ok, das Medikament auch über den Sommer einzunehmen, wenn das vertretbar ist und mir meine Unsicherheit ein Stückchen nimmt. Oder gibt es ein anderes Histaminikum, das zur längeren Einnahme (ca.6-7 Monate) geeigneter ist?

Rückantwort
Ja, es ist richtig das Antihistaminika erst nach ca. 30 Minuten wirken.
Vom Risiko-Nutzen-Profil und der Vigilanz-Einschränkung ist zB das noch neuere Levocetirizin noch geeigneter. Vor Einnahme bitte Kontraindikationen und Nebenwirkungen aus dem Beipackzettel beachten oder ggf. mit Arzt/Apotheker besprechen, vor allen da es sich bei Ihnen ja um eine relative Indikation handelt.

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