Kategorie: Existenzgründung |
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Frage: Nebenexistenz als Kunde meines Unternehmens |
| Gefragt am 09.07.2011 13:38 Uhr | Einsatz: € 20,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1028 |
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Ich arbeite hauptberuflich in einem Großhandel für Autoersatzteile. |
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Beantwortet von Jo Vorstadt (Profil ansehen)
Es stellt sich viel mehr die Frage, welche Chancen haben Sie?
Denn Sie müssen bedenken, dass der Verkaufspreis Ihres Chefs Ihr Einkaufspreis ist. Und auf diesen müssen Sie noch Ihre Kosten (Büro, Telefon, Fahrkosten, Versicherungen etc.) aufschlagen. Und dann wollen Sie auch etwas damit verdienen. Also müssen Sie ihren Verdienst und einen Gewinn beaufschlagen. Das heisst im Endeffekt, Sie werden für Ihre Kunden (meist sogar Ihre Bekannten mit Werkstätten) viel teurer, als wenn diese direkt bei Ihrem Chef einkaufen würden. Ihr Chef würde sich natürlich freuen, weil Sie ihm mehr Umsatz bringen. Sie dürfen ihm nur keine Kunden abwerben. Dies wird aber so nicht möglich sein, da ja niemand für die gleichen Ersatzteile mehr bezahlen wird. Also: keine Chance! Es gibt aber Lösungsmöglichkeiten: 1. Sie suchen sich einen günstigeren Anbieter (z.B. Grosshändler) und machen einen eigenen Ersatzteilhandel auf. Damit werden Sie aber zum direkten Wettbewerber zu Ihrem Chef, d.h. die logische Konsequenz ist: kündigen und Fulltime-Gewerbe mit dem Ersatzteilhandel gründen. 2. Sie schliessen mit Ihrem Chef einen Vertriebs-/Provisionsvertrag ab. In diesem vereinbaren Sie eine Provision für jeden Auftrag, der über Sie zustande kommt. Diese Provision ist abzüglich Ihrer Kosten dann Ihr Verdienst. 3. Sie vereinbaren mit Ihrem Chef einen Grosshandelsrabatt, den Sie erhalten. Dieser Rabatt muss höher sein als der normal gewährte Kundenrabatt. Er ist dann Ihr Verdienst (natürlich abzüglich Ihrer Kosten). Eventuell geben Sie einen Teil des Rabattes an Ihre Kunden weiter, so dass diese einen bsonderen Nutzen haben, wenn sie bei Ihnen bestellen. Vorab sollten Sie in Ihrem Arbeitsvertrag nachschauen, ob keine Nebentätigkeitsverbotsklausel enthalten ist. Und dann müssen Sie bedenken, dass alles ein Gewerbe ist. Es ist anmelde- und steuerpflichtig. Beachten Sie bei Ein- und Verkauf, also bei einem richtigen Handel die Mehrwertsteuer-Regelungen. Beachten Sie den Verwaltungsaufwand für z.B. Bearbeitung der Lieferantenrechnung (Ihres Chefs) und Erstellung der Kundenrechnungen, für die Buchhaltung an sich usw. Erstellen Sie zuallererst für sich einen Geschäftsplan, in dem Sie alle Einnahmen, alle Investitionen (z.B. KFZ für den Bringdienst etc.), alle Ausgaben und Kosten und natürlich den Gewinn - Ihren Verdienst - vorab planen. Gehen Sie Ihr Geschäft in Gedanken bereits im Detail durch. Und wenn dann in ihrem Plan ein Gewinn übrig bleibt, erst dann beginnen Sie. Viel Erfolg! |
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