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Kategorie: Stottern

Frage: Stotterndes Kleinkind, besorgte Großeltern

Gefragt am 03.08.2009 13:14 Uhr | Einsatz: € 40,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1016

Unser einziger Enkel ist inzwischen 3¼ Jahre und als "Frühchen" zur Welt gekommen. Er entwickelt sich aus unserer Sicht ganz normal. Nur stottert er seit etwa 10 Monaten. Es gibt Phasen wo er fast normal spricht. Dann wieder Phasen von 2-3 Wochen, wie z.Zt., wo er kaum einen Satz ohne Hänger, meist bei Vokalen, sprechen kann. Seine Eltern sehen das gelassen, denn der Kindergärtner und der Kinderarzt meinen u.a. abwarten bis er 4 Jahre ist.
Fragen:
1.) Ist diese Gelassenheit angebracht?
2.) Wann sollten die Eltern einen Logopäden aufsuchen?
3.) Gibt es für uns (Eltern / Großeltern) eine Möglichkeit durch Maßnahmen / Verhalten das Stottern zu reduzieren bzw. zu verhindern.
Wir haben die Hoffnung, daß Ihre Antworten unsere Sorgen reduzieren oder gar beseitigen.
Mit freundlichem Gruß

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Antwort

Beantwortet von Günter Sigle (Profil ansehen)

Sehr geehrte Dame und Herren,
es kommt durchaus vor, dass Kinder in diesem Alter sog. "physiologische Unflüssigkeiten" zeigen. Bei den meisten Kindern verschwinden diese wieder nach ca. 6 Monaten. Dauern diese Unflüssigkeiten länger an, sollte man sich die Symptomatik genauer ansehen, d.h. sind die Stottersymptome evtl. schon mit "Anspannung" behaftet, werden Laute z.B. gedehnt etc.. Dies sollte sich ein Logopäde etwas genauer anschauen. Das bedeutet nicht, dass unbedingt gleich eine Therapie notwendig ist. Eine ausführliche Elternberatung kann zu diesem Zeitpunkt durchaus sehr effektiv sein. Zu Ihren Fragen: ad 1.): Gelassenheit bei auftretenden Symptomen ist sehr gut. ad 2.) siehe oben. ad 3.) Es gibt eine Reihe von Maßnahmen, die das Stottern/die Unflüssigkeiten reduzieren helfen können: Keine sprachlichen Korrekturen (z.B. auch "Sprich langsam"), Sprechsituationen ruhig gestalten (nicht zwischen Tür und Angel, so dass das Kind evtl. unter Druck kommt).
Inhalt geht vor Form! d.h. was das Kind sagt ist wichtig, nicht wie es das Kind sagt!
Ich halte nach Ihren Schilderungen eine genauere logpädische Untersuchung für sinnvoll. Dies muss jedoch vom (Kinder)-arzt verordnet werden.

Mit freundlichen Grüßen

Günter Sigle

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