Kategorie: Sprechstörungen |
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Frage: Nasalität |
| Gefragt am 05.10.2011 23:49 Uhr | Einsatz: € 40,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1028 |
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Beantwortet von Günter Sigle (Profil ansehen)
Sehr geehrte Damen und Herren,
wenn der Patient die Wangen nicht aufpusten kann, spricht das zuerst für eine gestörte Funktion des Gaumensegels, d.h. das Gaumensegel schließt den Rachenraum nicht vom Nasenraum ab. Die Luft entweicht somit beim Versuch, die Wangen aufzupusten durch die Nase. Also Folge davon tritt beim Sprechen ein offenes Näseln auf (Rhinophonia aperta). Zur Therapie: Es muss initial die med. Ursache für die Gaumensegeldysfunkion geklärt werden. Evtl. kann Diese operativ o.ä. therapiert werden. Bei Lähmungen des Gaumensegels empfehlen sich aus logopädischer Sicht sog. "Stoßübungen". Es werden Silben und Einsilbige Wörter, die mit Plosivlauten beginnen (z.B. pa, ta, ka) laut gesprochen und mit einer vom Körper wegführenden Armbewegung unterstützt. Diese Übungeunterstützt die Gaumensegelhebung.Wichtig hierbei ist eine korrekte Atmung, um eine Überbelastung des Kehlkopfes zu vermeiden. Dies muss mit dem Patienten erarbeitet werden (reflekotorische Atemergänzung n. Coblenzer/Muhar). Weiterhin sind alle Übungen gut, die eine Körperspannung erzeugen, die beim drücken oder schieben eines schwereren Gegenstandes entsteht. Beim geschlossenen Näseln (wie beim Schnupfen"), ist meist eine Behinderung der Nasenatmung ursächlich verantwortlich. Daher sollte HNO-ärztlich abgeklärt werden, ob eine operative Intervention evtl. sinnvoll ist. Mit freundlichen Grüßen Günter Sigle |
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