Kategorie: Schluckstörungen |
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Frage: offener Biss |
| Gefragt am 25.01.2011 21:08 Uhr | Einsatz: € 30,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1027 |
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Hallo lieber Leser, |
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Beantwortet von Günter Sigle (Profil ansehen)
Lieber Lothar,
wichtig wäre, abzuklären, ob das Kind durch die Nase ausreichend Luft erhält (z.B. keine Hyperplasie der Adenoide). Wenn der Mundschluss hierdurch häufiger nicht gegeben ist, müsste diesbzgl. Abhilfe geschaffen werden. Zeigt das Kind noch Nuckelhabits? Wie sicher und gezielt ist das Kind bzgl. Zunge- u. Lippenbewegungen? Wie gut ist die intraorale Wahrnehmungsfähigkeit des Kindes) Sollten diese Aspekte abgeklärt und in Ordnung sein, müsste die Kräftigung der orofacialen Muskulatur erfolgen (inkl. Lippen u. Zunge), sowie Übungen zur Luftstromlenkung. Wenn nicht müssten Übungen zur Verbesserung der Zungenbeweglichkeit und intraoralen Wahrnehmung durchführt werden. Übungen zur Kräftigung des Zungenmittelteils sind hierbei auch von Bedeutung (Zunge ansaugen). Dann Training der korrekten ZUngenruhelage ("Schlafpunkt"). Die Anbahnung des /s/-Lautes kann dann begonnen werden, wenn dies die Mundmotorischen Fähigkeiten nach Übungen zulassen. Es existieren diesbzgl. sehr viele Übungen, von denen jeweils ca. 5-6 vor allem aber (2-3x)täglich jeweils ca. 10x durchgeführt werden sollten. Sehr wichtig ist hierbei die Mitarbeit der Eltern. Ob die Einübung des physiologischen Schluckens (n. Kittel) in diesem Alter möglich ist, hängt stark von der Mitarbeit des Kindes ab. Das Schluckmuster sollte sich jedoch bereits durch die Durchführung o.g. Übungen etwas verbessern. Evlt. ist die Wiederaufnahme der Therapie mit ca. 7-8 Jahren sinnvoll. Mit freundlichen Grüßen Günter Sigle |
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