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Kategorie: Unterordnung

Frage: Beißen

Gefragt am 16.05.2010 09:57 Uhr | Einsatz: € 20,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1017

guten tag, es geht um einen beagle, knapp 2 jahre alt, kastriert. er lebt seit welpenalter bei uns. wenn wir mit ihm unterwegs sind (und er läuft an der leine), findet in dem moment etwas "zufressen" und er reagiert auf gar kein komando das er es fallen läßt, bestrafen wir ihn, in dem wir ihn auf den rücken legen und er sich nicht mehr rühert. nur ist es jetzt schon zwei mal passiert das er genau in dieser situation sich rauswinden konnte und mir in den arm gebissen hat.
vor der kastration war er uns gegenüber schon sehr dominat (der erste biß war auch vor der kastration)obwohl wir schon versuchen uns durchzusetzen und ihm vermitteln wollen das wir der "chef" sind. unser tierarzt hat uns dann empfohlen ihn kastrieren zu lassen, was auch eine erhebliche veränderung gebracht hat!!! nun ist der biss wieder passiert und ich bekomme langsam etwas "angst". wir bekommen im august nachwuchs und ich habe angst das unser racker dann der meinung ist er kann unser kind in bestimmten situationen beissen (unterodnen) was kann ich machen? besser gefragt, warum verhält er sich so? es waren zwei unterschiedliche situationen aber leider das gleiche verhalten von ihm aus!
ich bin dankbar um jeden tipp!
mit freundlichen grüßen
christin etwas ratlos

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Antwort

Beantwortet von Dipl.-Ing. Walter Hoffmann (Profil ansehen)

Hallo etwas ratlose Christin
Aus hiesiger Sicht erreicht man mit einer Kastration nicht die Änderung eines bestimmten Verhaltens. Die hormonelle Umstellung kann eine Vielzahl von Veränderungen zur Folge haben, sicher aber nicht ein gezielt bestimmtes Verhalten.
Schon das „Auf den Rücken legen“ ist dem Hund sehr unangenehm und er wehrt sich dagegen. Offensichtlich hat er durch sein Beißen sich auch schon mehrfach aus der für ihn unangenehmen Zwangslage befreien können. Das hat nichts mit „Bissig“ zu tun. Das Abgeben von Futter bei einem erwachsenen Hund ist vor allem dann schwierig, wenn er es vom Welpenalter an nicht gezielt gelernt hat, wie es offensichtlich in ihrer Situation der Fall ist.
Beginnen Sie zuhause. Ein „Leckerli“ darf ihr Hund erst nehmen, wenn Sie es gestatten. Mit der Leine am Halsband verhindern Sie ruckartig das Losstürmen auf das begehrte Stück und unterstreichen das mit einem strengen „Nein“. Erst wenn ihr Hund dann nicht mehr an der Leine zieht und in der Folge für Sie positiv reagiert, geben Sie mit einem erneuten lobenden Hörzeichen frei. Das wiederholen Sie regelmäßig auch am täglichen Futter. Seien Sie bitte konsequent.
Später: Wenn Sie dann draußen Ihren Hund dabei erwischen, dass er etwas aufnimmt, genügt ein „Nein“ und er lässt es wieder fallen.
Da Ihr Hund Sie bisher nicht grundlos gebissen hat (er hat sich letztlich nur verteidigt, sehen wir keinerlei Sorge um den Nachwuchs.
Es sollte allerdings bis zu Ihrer Niederkunft gelingen, diesen wichtigen Erziehungsschritt zu erreichen. Dazu wünschen wir viel Erfolg und innerhalb der Familie künftig mehr Freude und weniger Sorgen als bisher.
Ihr Hundetrainer
Walter Hoffmann

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