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Kategorie: Kind und Hund

Frage: Eifersucht?

Gefragt am 24.01.2011 20:24 Uhr | Einsatz: € 20,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1018

Wie sollen wir zukünftig reagieren, wenn die 4jährige Bobtaildame meiner Eltern, welche sie vor 5 Monaten aus dem Tierheim zu sich genommen haben, wieder meine 10 Monate alte Tochter anknurrt und anbellt? Es war der erste Besuch meiner Eltern und die Kontaktaufnahme - Beschnubbern - hatte scheinbar problemlos geklappt. Am zweiten Tag jedoch, Stunden nachdem mein Vater (Bezugsperson) meine Tochter für ca. 1/2 h auf dem Arm hatte, wurde sie aggressiv.

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Antwort

Beantwortet von Angie Mienk (Profil ansehen)

Hallo,
wenn ich das richtig verstehe, hat die Hündin dann Ihre Tochter angeknurrt? Das sind sehr wenig Informationen. Ich muss wissen, wie genau die Situation war. Wo war Ihr Vater zu diesem Zeitpunkt? Hat Ihre Tochter den Hund angefasst, evtl. am Fell oder an den Ohren gezogen?
Generell gilt: Die Hündin ist erst sehr kurze Zeit bei Ihren Eltern, es kann ja sein, dass sie Kinder gar nicht kennt, dass Ihre Tochter ihr unheimlich ist. Auch sind Knurren und Bellen nicht unbedingt ein Zeichen von Aggression. Hunde zeigen so, dass ihnen irgend etwas nicht passt.
Wenn Sie mir die Situation genauer schildern, kann ich Ihnen einen Rat geben - ansonsten schlage ich vor, dass Sie Hund und Kind nach dem Bschnuppern trennen und auf jeden Fall dafür Sorge tragen, dass Ihre Tochter nicht an dem Hund "herumfingert". Kleine Kinder können weder Hunde einschätzen noch wissen sie, welche Berührungen dem Hund Unbehagen oder Schmerz zufügen. In dem Fall wird jeder Hund knurren oder bellen.

Ich erwarte gespannt Ihre Antwort.

Viele Grüße
A. Mienk

Nachfrage
Tatsächlich wissen wir nicht, ob die Hündin schon jemals Kontakt mit Kindern hatte. Meine Tochter hat den Hund nur einmals ganz vorsichtig beim "Beschnuppern" am Kopf berührt.
Die kritische Situation war wie folgt: Wir saßen zu Mittag am Tisch, der Hund zu Füßen meines Vaters in einer Ecke halb unter den Stuhl. Das Kind saß erst mit am Tisch und danach ca. 1 m vom Hund entfernt und spielte. Sie hat den Hund in der Situation weder angesehen noch angefasst. Trotzdem kann es sein, dass sich die Hündin bedrängt gefühlt haben könnte, da sie aus der Ecke nicht heraus konnte. Nach dem Mittagessen/ dem Vorfall habe ich meine Tochter zum Mittagsschlaf hingelegt. Als wir ca. 1 1/2 später wieder zurückkamen - ich hatte meine Tochter auf dem Arm - hat die Hündin beim Hereinkommen in den Raum sofort angefangen zu bellen.
Was können wir beim nächsten Treffen bzw. im Vorfeld tun?

Beste Grüße und vielen Dank!

Rückantwort
Hallo,
Sie haben das schon richtig erkannt, dass sich die Hündin wahrscheinlich bedrängt fühlte. Versuchen Sie, beide sehr langsam und mit sehr viel Geduld aneinander zu gewöhnen. Ideal ist so etwas bei Spaziergängen auf neutralem Boden. Ihr Vater nimmt den Hund und Sie gehen mit Ihrem Kind zunächst in einiger Entfernung und nähern sich dann beide vorsichtig an. Sobald der Hund eine Reaktion wie Bellen (kann ja auch ein freudiges Bellen sein:-) oder Knurren zeigt, vergrößern Sie die Distanz wieder. Es ist wichtig, dass Sie den Hund dafür niemals maßregeln oder gar strafen. Die Hündin scheint tatsächlich nicht an kleine Kinder gewöhnt zu sein. Das dauert eine Zeit - aber Geduld haben lohnt sich. Nach einem solchen Spaziergang könnte die Hündin im Auto bleiben (damit auch die zur Ruhe kommt) oder weit weg vom Kind in der Nähe Ihres Vaters liegen.

Bedenken Sie, dass 5 Monate in einer neuen Umgebung dem Hund noch nicht so viel Sicherheit geben. Gerade bei Tierheimhunden braucht es oft eine sehr lange Eingewöhnungsphase. Lassen Sie es langsam angehen - dann klappt es auch.

Wenn Sie weitere Fragen haben, stehe ich gerne zur Verfügung. Ansonsten wünsche ich Ihnen viel Geduld und Ruhe beim "Heranführen" der beiden.

Angie Mienk

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