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Kategorie: Katze und Hund
Frage: Meine Nerven sind am Boden vor Angst
Einsatz: € 20,00

Hallo, wir mussten unsere geliebte Labrador-Mischlingshündin
mit fast 14 Jahren einschläfern lassen, die seit 9 Jahren glücklich und zufrieden mit unseren beiden Katzen zusammengelebt hat.

Nun haben wir vor 4 Wochen einen 10 Monate alten Dackelmix aus dem Tierheim geholt und seitdem hat meine Angst um die Katzen schon fast meine Ehe zerstört.

Zum Stand der Dinge:

Der Dackelmix ist super lieb, gelehrig und verträglich mit Katzen- aber noch zu unerzogen, als daß er die Katzen in Ruhe läßt.

Er denkt, es seien auch Hunde, stürmt los, wenn sie fortlaufen nichts wie hinterher und dann ins Hinterteil knappen, was den Katzen offensichtlich wehtut - das finden die Katzen nicht spaßig.

Aber- um das klarzustellen - er ist nicht agressiv, er jault den Katzen hinterher, wenn sie aus seiner Reichweite geraten und möchte hinterher.

Aber er hat bisher keine blutige Nase, da Frauchen immmer angespannt ist und eine 24 Stunden Rundumkontrolle vornimmt, sprich
Hund an die Leine wenn die Katzen im selben Raum sind,
ansonsten immer alle Türen zu - bei uns stehen sonst immer alle Türen offen.

Und leider werde ich laut, NERO langsam und zerre an der Leine.

Bitte helfen Sie mir, was soll ich tun ? Ich habe solche Angst, daß die Katzen, die jetzt so langsam Ihre angestammten Plätze beanspruchen- auch im Wohnzimmer auf dem Boden und nicht erhöht-, von dem Hund totgebissen werden - dies belastet natürlich auch den normalen Umgang meinerseits mit dem Hund.

Und den Hund , der aus seiner Sicht nichts falsch gemacht hat, immer an die Leine zu nehmen und fernhalten ist auch nicht fair und baut doch sicherlich Aggresionen auf, oder ?

Ich möchte Alle friedlich um mich haben, meinen Mann - der mich für völlig übertrieben hält- meine Katzen und den wirklich Superhund NERO, den ich diesbezügich leider erst zu 75% in mein Herz geschlossen habe - das hat er nicht verdient.

Ist meine Angst berechtigt ? Wie komme ich baldmöglicht aus meinem Trauma heraus ?


Danke für Ihre Antwort.

Liebe Grüße

Martina Davis

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Antwort

Beantwortet von Marianne Hoyer (Profil ansehen)

Hallo Frau Davis,

Ihr Dackel möchte spielen und hat den Umgang mit Katzen sicher nicht gelernt.

Als erstes ist eine Erziehungsgrundlage unabwendbar, z. B. die Teilnahme an einem Erziehungskurs, wo Sie lernen, Ihrem Hund das 1 x 1 der Erziehung beizubringen und auch eventl. Korrekturen von Fehlverhalten umzusetzen.

Dann sollten Sie den Hund langsam an die Gegenwart der Katzen gewöhnen, an der Leine ist schon korrekt, da Sie ansonsten keine Korrekturmöglichkeit haben, wenn er die Möglichkeit bekommt, hinterher zu stürzen.
Beginnen würde ich damit, indem eine 2. Person eine Katze auf den Arm nimmt, so das sie sich ruhig verhält und Sie den Hund an der Leine an der Katze schnüffeln lassen. Sollte das nicht möglich sein, sich in die Nähe der Katze begeben. Der Abstand zur Katze sollte immer so weit sein, wie Sie Ihren Hund noch überzeugen können, sich brav zu verhalten. Sollten Sie ihn nicht unter Kontrolle bekommen, notfalls den Abstand wieder vergrößern.

Reden Sie ihm gut zu, z. B. "Brav sein". Verhält sich Ihr Hund ruhig, gibt es Leckerchen. Zieht er und macht Theater, Korrektur "Nein, lass das!" Den Hund an der Leine zurückziehen, Leine aber immer sofort wieder lockern. Bleibt die leine nämlich gespannt, bauen Sie eine Spannung beim Hund auf und die Katzen werden noch interessanter.
Gehorcht Nero, bekommt er sein Leckerchen und es geht wieder ein Stückchen näher an die Katze.

Das bitte jeden Tag mehrmals üben und in einigen Tagen kann Nero sicher schon mal an der Katze schnüffeln.
Während des Trainings ihm bitte keine Chance geben, wieder hinter sie herzujagen.
Er lernt dadurch, das er nur zu den Katzen darf, wenn er sich benimmt und es lohnt sich auch noch (Leckerchen).

Für dieses Training empfehle ich Leckerchen, die Ihr Hund sonst nicht bekommt und etwas ganz besonderes sind, z. B. Fleischwurststücke.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Training!

Herzliche Grüße,

Marianne Hoyer

Hundetrainerin+Tierheilpraktikerin
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