Kategorie: Erziehung |
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Frage: Unser Hundhört nicht mehr auf das Kommando |
| Gefragt am 28.12.2010 11:30 Uhr | Einsatz: € 10,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1028 |
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Jimmy8 so heißt unser Hund) folgt super wenn ervon nichts abgelenkt ist. Sobald er aber frei laufen darf und er andere Menschen oder Hunde sieht,ignoriert er uns und läuft freudig auf die Personen zu und/ oder will mit den Hunden spielen. Die Frage nun. was können wir tun, dass Jimmy trotz toller Ablenkung auf uns hört und zu uns zurück kommt? |
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Beantwortet von Angie Mienk (Profil ansehen)
Hallo,
ich beantworte diese Frage mit einem unserer Artikel: Das ist einer der Standard-Hilferufe, die mich täglich erreichen. Kenne ich Hund und Mensch persönlich, ist es einfach, da Ratschläge zu erteilen. Kenne ich das Team nicht, kann ich leider nur mit Standard-Tipps dienen. Das will ich hier aber gerne einmal tun: Zunächst einmal legt man den Grundstein für ein 100%iges “Abrufverhalten” bereits dann, wenn man den Hund adoptiert. Man ruft ihn beim Namen, wenn es Futter gibt, wenn man Gassi gehen will, wenn er in den Garten darf, usw. Der Ruf erfolgt stets freundlich und ist mit einem positiven Erlebnis verbunden. Man kann auch sagen, dass freudige Herankommen auf den Ruf ist mit positiver Konsquenz verbunden. Ich benutze grundsätzlich keine Kommandos wie “Hier” oder “Here”, denn ich mag meine Hunde und will sie nicht drillen – ich will sie erziehen! Im Freien rufe ich ebenfalls freundlich und untermale den Ruf mit einer eindeutigen Geste (Heranwinken). Kommt der Hund nun nicht auf mich zu – muss ich ihm zeigen, dass sein Verhalten eine Konsequenz hat: ich drehe mich um, gehe weg ohne zurück zu schauen oder auch nur zurück zu denken. Wenn es die Umgebung zuläßt, verstecke ich mich und lasse meinen Hund getrost einige Minuten suchen. Dann rufe ich erneut – wieder sehr freundlich. Wenn mein Hund dann kommt – und das wird er tun – empfange ich ihn hockend und freue mich ganz offensichtlich über sein Verhalten. Im ersten Fall erfährt der Hund also eine negative Konsequenz, im zweiten Fall eine positive. Jeder Hund hat lieber positive Konsequenzen und lernt so sehr schnell, dem Ruf zu folgen. Wichtig ist, dass ich dieses Verhalten niemals übe – das heißt, ich rufe ihn nicht mehrfach hintereinander, nur um das Herankommen zu üben. Ich rufe ihn niemals ohne Grund, d. h. entweder folgt nach dem Ruf ein Richtungswechsel, ein Spiel, oder sonst etwas positives. Leckerli brauche ich dazu nicht, denn ich will für meinen Hund wichtig sein – nicht das Leckerli. Nun gibt es Hunde, die “schnüffeln sich fest”, d. h. sie registrieren meinen Ruf wirklich nicht, weil sie voll und ganz auf eine Spur, ein Mäuseloch oder sonst etwas fixiert sind. Wenn ich dieses Verhalten strafe, verliere ich nur nach und nach das Vertrauen des Hundes. Ich “untermale” meinen 2. freundlichen Ruf also entweder dadurch, dass ich ihm einen kleinen Gegenstand vor oder hinter (nicht auf) die Füße werfe (ideal ist etwas, dass Geräusch macht – so wie eine Klapperdose, ein Schlüsselbund oder ähnliches). Durch dieses Geräusch wird der Hund aufmerksam und schaut sich um – in diesem Moment drehe ich mich um, als würde ich mich entfernen und rufe noch einmal sehr freundlich. Der Hund wird kommen! Wichtig: niemals den Hund unfreundlich rufen, wenn es sich irgendwie vermeiden läßt und immer ehrlich freuen und ihm das zeigen, wenn er auf Zuruf sofort kommt. Meine Hunde müssen in gefahrlosen Situationen nicht angerast kommen – es reicht mir, wenn sie kommen. Droht jedoch Gefahr, hören sie das an meiner Stimme, spüren es an meinem Verhalten und kommen angerast. So einfach ist das. Versuche es und Du siehst, es klappt nach kurzer Zeit. Es gibt selbstverständlich noch viele andere Wege – dies ist jedoch derjenige, der sich am leichtesten erklären läßt ohne Mensch und Hund zu kennen. Mehr über die “einfache” Art, Hunde zu erziehen in unseren Ebooks: http://www.gurushop.de.tt/ Viel Spass beim (Nicht)-Üben Angie p.s. sollten weitere Fragen auftauchen, stehe ich gerne zur Verfügung |
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