Kategorie: Erziehung |
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Frage: Hunde |
| Gefragt am 28.11.2010 17:32 Uhr | Einsatz: € 15,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1020 |
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Hallo! |
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Beantwortet von Angie Mienk (Profil ansehen)
Hallo,
zunächst einmal beginnt man damit, Hunde stubenrein zu bekommen, indem man sie gut beobachtet und nach jedem Schlaf, Spiel und Fressen mit ihnen hinausgeht. Wenn sie ihr Geschäft dann draußen gemacht haben, wird ausgiebig gelobt. Dass einer Ihrer Hunde auf das Sofa pieselt, hat nichts mit Stubenreinheit zu tun - Hunde tun dies oft, weil sie Angst haben, sich vernachlässigt fühlen, eifersüchtig sind, usw. Da hilft nur, genau beobachten und die Ursache beseitigen. Hier wäre wichtig, zu wissen, ob er nur auf das Sofa pieselt, wenn er alleine ist (dann ist es eher Angst vor dem Alleinsein) oder auch wenn Sie anwesend sind. Dass die Hunde sich wie die Berserker gebärden, wenn sie alleine sind, könnte Trennungsangst sein. In einem solchen Fall gewöhnt man die Hunde langsam an das Alleinsein. Hier ein "Trainingsplan": Nun zum "Trainingsplan". Tag 1. Ausgiebig Gassigehen und die Hunde so gut wie möglich auspowern. Zuhause dann eine halbe Stunde bei den Hunden bleiben, dann anziehen und dann verabschieden Sie sich von den Hunden, in Etwa so: "Ich geh nur kurz raus, bin in ein paar Minuten zurück - seid schön brav!". Dann gehen Sie raus (aber wirklich ein Stück weggehen - sie spüren es, wenn Sie nur vor der Tür warten). Nach maximal 5 Minuten kommen Sie zurück und begrüßen sie freundlich, loben sie ausgiebig. Dann bekommt jeder der Hunde ein Leckerli und erst mal gut. Das kann man am ersten Tag einmal vormittags und einmal nachmittags wiederholen. Tag 2 verläuft wie Tag 1. Am 3. Tag kann man dann schon die Abwesenheitszeit auf 10 Minuten steigern. Wenn das klappt, am nächsten Tag auch wieder, wenn es nicht klappt - einen Tag zurück. So kann man die Zeit der Abwesenheit langsam, immer um 5 bis 10 Minuten steigern. Es ist sehr wichtig, dass Sie die Hunde jedes Mal vorher auspowern lassen und sie beim Zurückkommen immer liebevoll begrüßen und loben, egal, was passiert ist. Bitte haben Sie viel Geduld mit den Hunden - es kann u. U. recht lange dauern, bis sie sich ans Alleinsein wirklich gewöhnen. Bei manchen Hunden hilft es, wenn man ein Radio oder den Fernseher laufen lässt. Auf jeden Fall in der dunklen Jahreszeit das Licht in mindestens einem Raum brennen lassen (das vermittelt das Gefühl, dass die Menschen nicht so lange weg bleiben). Und bitte beim Abschied immer sagen, wie lange die Abwesenheit dauern wird. (Es ist zwar nicht erwiesen, dass Hunde die Zeit kennen - während man jedoch dies sagt, bekommt man selbst eine andere Stimmungslage und die überträgt sich auf den Hund - das ist wie bei kleinen Kindern auch). Hunde brauchen Geduld und Liebe - nur dann wird alles auf Dauer funktionieren. Wenn Sie wissen, dass Sie diese Geduld nicht aufbringen können oder wollen (und gerade bei Trennungsangst kann die "Reparatur" sehr lange dauern), sollten Sie sich von den Hunden trennen, denn die Hunde spüren sehr genau, dass Sie sich mit dem Gedanken der Trennung tragen und das macht alles nur schlimmer. Sollten Sie weitere Fragen haben, können Sie mich gerne wieder kontaktieren. Viele Grüße A. Mienk |
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