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Kategorie: Erziehung

Frage: Extremer Jagdtrieb

Gefragt am 04.11.2009 15:03 Uhr | Einsatz: € 10,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1087
Bewertung: 5,0 (von 5 Sternen) Extremer Jagdtrieb , 5 von 5 bei 1 Bewertungen Guten Tag liebe Hundetrainer, ich habe einen 2 Jahre alten Irish Setter. Der Hund hat allerdings einen extremen Jagdtrieb, d.h. er ist einfach nicht mehr abrufbar, sobald er irgendein Tier sieht. Wir haben beispielsweise in unmittelbarer Nähe ein Feld auf dem sich täglich Hasen tummeln.

Guten Tag liebe Hundetrainer,

ich habe einen 2 Jahre alten Irish Setter. Der Hund hat allerdings einen extremen Jagdtrieb, d.h. er ist einfach nicht mehr abrufbar, sobald er irgendein Tier sieht. Wir haben beispielsweise in unmittelbarer Nähe ein Feld auf dem sich täglich Hasen tummeln. Es ist in dieser Umgebung unmöglich ihn frei laufen zu lassen. Gibt es eine Möglichkeit dieses wirklich extreme Jagdverhalten irgendwie zu beseitigen oder wenigstens zu reduzieren?

Ich sage im voraus schon einmal danke für die Beantwortung!

Beste Grüße,

Beate

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Antwort

Beantwortet von Hundetrain Janine Inoks (Profil ansehen)

Guten Tag, bei einem Jagdhund ist es natürlich schwierig, bis unmöglich, den Jagdtrieb heraus zu bekommen, zumal er ja auch schon auf den Geschmack gekommen ist. Das einzige was uns die Erfahrung bisher gezeigt hat, ist, den Hund an der Schleppleine laufen zu lassen und somit zu unterbinden, das er jedesmal in Ihrem Beisein ein Erfolgserlebnis hat. Ein Hund ist mit 3 Jahren erst "erwachsen" d.h. bis dahin sammelt er seine Erfahrungen und perfektioniert sich dadurch natürlich auch. Den meisten unserer Kunden die einen jagdlich ambitionierten Hund haben empfehlen wir, wie gesagt eine Schleppleine, und darüber hinaus, sollten Sie sich draußen für Ihren Hund interessanter machen. Das heißt, Sie müssen sozusagen zum Jagdpartner ihres Hundes werden, um ihm zu dem unerwünschten Jagdverhalten, eine Alternative zu bieten. Denn wenn Sie immer verbieten seinen Jagdtrieb auszuleben, baut sich natürlich auch Frust auf. z. Bsp. könnten Sie ein schönes komplexes Futterbeuteltraining aufbauen, wo er sich sein Futter, statt es zu Hause aus dem Napf zu bekommen, draußen verdienen muß, oder überhaupt ein Apportiertraining aufbauen, vielleicht mal ein Fährtenseminar besuchen um ihn mal selber eine Fährte zu legen, oder ein Reizangeltraining damit er hetzen, fixieren und Beute machen kann, oder reine Futtersuchspiele. Hunde haben nicht das Bedürfnis zu sagen: oh es ist schönes Wetter, laß uns einen schönen Spaziergang machen... Es hat immer einen Grund für sie raus zu gehen und wenn Sie ihm nicht viel bieten auf dem Spaziergang, dann nehmen Hunde ihre Beschäftigung selbst in die Hand. Gleichzeitg würde ich Ihnen empfehlen, die Aufmerksamkeit drinnen etwas herunterzufahren um sich interessanter zu machen. Manchmal, ohne das es jetzt auf Ihren Hund zutreffen muß, kann es sein, das jagdliche Hunde ihr Leben lang an der Schleppleine laufen müssen. Das muß jetzt aber beim besten Willen jetzt nicht auf Ihren zutreffen, dafür kenne ich ihn ja nicht und kann entsprechend nichts dazu sagen. Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen. Wenn Sie noch Fragen haben, können Sie sich gerne jederzeit an mich wenden. Mit freundlichen Grüßen, Janine Inoks, (Personal Dog Coach - www.leinenstolz.de)

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