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Kategorie: Erziehung

Frage: Anknabbern von Möbeln

Gefragt am 20.01.2011 18:44 Uhr | Einsatz: € 15,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1023

Einen schönen guten Tag !
Wir haben einen tollen, 10 Monate alten Retriever-Rüden, der leider den Hang hat, wenn er alleine ist, Möbel in der Wohnung (was mittlerweile aber schon besser geworden ist) und in unserem Wohnmobil anzuknabbern.
Mein Lebensgefährte nimmt den Kleinen mit an die Arbeit in seinem Wohnmobil, welches eine sehr große Ladefläche hat und für den Hund ein großes Hundekörbchen beinhaltet, aber u.a. auch noch Möbel aus Holz u. anderes Inventar.
Längstens ist der Kleine dann 3 Std. alleine, wenn mein Lebensgefährte dann in der Frühstückspause und Mittagspause mit ihm Gassi gehen kann.
In den Ruhezeiten im Auto frisst er dann leider alle Möbel ziemlich übel an, obwohl er auch reichlich Stöckchen noch mit im Wagen hat.
Der Hund ist auch nicht jeden Tag im Auto, es kommt immer auf die Arbeits-Dienste meines Lebensgefährten an.
Was können wir denn gegen die Anknabberei tun ? Wir hatten ja immer noch gehofft, es wird mal besser.

Gruß

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Antwort

Beantwortet von Angie Mienk (Profil ansehen)

Guten Tag Frau Sirsch,
es ist gut, zu lesen, dass Sie Ihren "Kleinen" sehr mögen. Offensichtlich hat der Hund Trennungsängste. Dazu muss gesagt werden, dass 3 Stunden Alleinsein für einen solch jungen Hund eine Ewigkeit ist. Es klingt auch so, als hätten Sie ihn nicht wirklich langsam an das Alleinsein gewöhnt. Das sollten Sie nun nachholen.
Man beginnt damit, dem Hund genau zu sagen, wie lange man weg sein wird, also in etwa: "ich bin in ein paar Minuten zurück" - dann geben Sie ihm etwas zu knabbern (Kauknochen eignen sich wesentlich besser als Stöckchen) und gehen für 5 Minuten weg. Nach dieser Zeit kommen Sie zurück, begrüßen Ihren Hund ausgiebig und gehen dann mit ihm zur Belohnung Gassi oder spielen mit ihm ausgiebig. Die Trennungszeit wird dann täglich um 5 oder 10 Minuten (je nachdem, wie gut es am Tag zuvor gelaufen ist) verlängert. Nur so können Sie Ihrem Kleinen die Trennungsangst nehmen und damit auch das Möbelkauen verhindern. Es braucht viel Zeit und Geduld.
Bitte bedenken Sie auch, dass nach drei Stunden allein sein, ein Gassigehen nicht reicht - der Hund braucht dann viel Bewegung, Spiel und vor allem Körperkontakt mit seiner Bezugsperson. Er muss spüren, wie sehr sich sein Herrchen/Frauchen freut, wieder bei ihm zu sein.

Bitte nehmen Sie sich die Zeit, die der Hund braucht und haben Sie viel Geduld. Das, was man am Anfang versäumt, dauert länger, wenn man es nachholen muss. Jede Art von Strafe ist zu vermeiden, im Gegenteil!

Sollten Sie weitere Fragen haben, stehe ich gerne zur Verfügung.

Viele Grüße - besonders an den "Tollen"

Angie

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