Kategorie: Erziehung |
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Frage: alter Rüde und neuer Welpe verstehen sich nicht |
| Gefragt am 12.12.2010 18:11 Uhr | Einsatz: € 15,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1036 |
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Einen schönen guten Tag! |
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Beantwortet von Angie Mienk (Profil ansehen)
Guten Tag,
es ist immer problematisch, einem älteren Hund einen Junghund plötzlich "vor die Nase zu setzen". Man meint es zwar gut, erreicht damit aber meist das Gegenteil. Auf keinen Fall sollten Sie den älteren Hund ständig für sein Verhalten massregeln - das verschärft die Sache extrem!!! Bedenken Sie bitte, dass ein 10-jähriger Hund mehr Ruhe braucht als ein Welpe oder ein Junghund. Das ist sein gutes Recht und Sie sollten dafür sorgen, dass er diese Ruhe auch bekommt. Es kann durchaus sein, dass der ältere nun äußerst eifersüchtig auf die Kleine ist. Das passiert sehr leicht, wenn man sich (was zwar verständlich ist, jedoch völlig falsch) hauptsächlich um den "Neuzugang" kümmert. So ein Welpi ist niedlich und man ist leicht in Versuchung, dieses kleine Wesen laufend zu knuddeln und zu verwöhnen. Dann fühlt sich der ältere natürlich zurückversetzt und reagiert entsprechend sauer auf den "Neuling". Bitte verstehen Sie, dass Hunde fühlen und reagieren wie kleine Kinder, wenn plötzlich ein neues Baby ins Haus kommt, das nahezu die volle Aufmerksamkeit fordert. Um nun einen richtigen Rat zu geben, müsste ich wissen, wie sich Ihre Familie zusammensetzt (Anzahl der Personen, Erwachsene und Kinder) und wer bis jetzt die Bezugsperson für den älteren Hund war. Wenn irgend möglich, sollten Sie für die Kleine eine andere Bezugsperson wählen (z. B. Partner), so dass die Bezugsperson für den älteren Hund voll und ganz erhalten bleibt. Wenn das nicht möglich ist, dann sollten Sie Ihre Hauptaufmerksamkeit dem älteren Hund entgegen bringen (auch wenn es schwer fällt, so ein kleines Wesen wie die "Neue" ab und zu etwas zurück zu weisen). Der ältere Hund muss wissen, dass er nach wie vor alle Liebe und Aufmerksamkeit erhält wie bisher - ja sogar ein wenig mehr. Die Kleine muss lernen, dass sie nicht der "Nabel der Welt" ist. Vielleicht gehen Sie nun häufiger mit dem älteren Hund allein spazieren oder in den Garten zum spielen oder unternehmen einfach häufiger etwas mit ihm allein. Dann gehen Sie allein mit der Kleinen spielen oder Gassi. Im Haus achten Sie bitte genau darauf, dass Sie nicht den älteren Hund schimpfen, wenn er die Kleine "angeht", sondern die beiden ruhig und gelassen voneinander trennen. Sie können die Kleine ruhig einmal ein paar Minuten in ein anderes Zimmer bringen oder auch getrost zwischendurch zum Schlafen in eine Box sperren. (Aber bitte nur zum Schlafen). Während dieser Zeit beschäftigen Sie sich dann ausgiebig mit dem älteren Hund. Es ist wichtig, dass Sie in jedem Fall Ruhe und Gelassenheit ausstrahlen. Es kann ja auch sein, dass das Welpi dem älteren Hund ständig "auf die Pelle" rückt und der das gar nicht gerne hat. Schließlich war er ja viele Jahre lang allein Ihr Schatz. Da fällt Teilen sehr schwer. Noch etwas ist wichtig: Füttern Sie die beiden bitte auf jeden Fall gleichzeitig und getrennt voneinander, damit nicht auch noch Futterneid auftritt. Versuchen Sie es einmal wie oben beschrieben - Sie können sich nach einigen "Versuchstagen" gerne wieder melden. Bewahren Sie Ruhe und haben Sie Geduld. Für weitere Fragen stehen wir gerne zur Verfügung. Viel Erfolg. Angie |
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