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Kategorie: Alltag mit Hund

Frage: Hund knurrt andere Hunde an

Gefragt am 03.08.2009 19:43 Uhr | Einsatz: € 10,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1025

Ich habe seit 5 Wochen eine 5jährige Tierschutzhündin aus Portugal. Es ist vermutlich ein Pinscher-Mix (5kg-Hund). Sie ist sehr lieb und hat in den 5 Wochen gelernt, auf ihren Namen zu hören, "sitz", "bleib" und "Fuß". Inzwischen ist sie aber auch sehr selbstbewusst geworden, was sich darin zeigt, dass sie auf den kleinen "Gassi-Runden" den Weg als "ihr Weg" empfindet und alle andere Hunde anknurrt. Lassen die anderen Hunde von ihr ab, ist alles in Ordnung. Tun sie es nicht, wird sie richtig aggressiv.
Auf "neutralem Gebiet" ist sie absolut friedlich und ignorriert alle anderen Hunde.
Meine Frage ist jetzt: Wie verhalte ich mich richtig?
Es ist leicht für mich, den "Knurr-Situationen" aus dem Weg zu gehen, die Straßeseite zu wechseln o.ä.
Oder: Bestrafe ich sie, indem ich den Spaziergang sofort beende, d.h. schnurrstracks wieder nach Hause gehe.
Oder: Schimpfe ich mit "Nein"?
Oder gibt es noch eine bessere Lösung?

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Antwort

Beantwortet von Dipl.-Ing. Walter Hoffmann (Profil ansehen)

Ein 5 Jahre alter Hund ist durch seine Vergangenheit geprägt. Offensichtlich nimmt Ihr Hund bestimmte Bereiche für sich ein und bewacht diese letztlich auch. Dazu gehört auch „Ihr Weg“. Ein zwar nicht wünschenswertes, aber durchaus natürliches Verhalten.
Sie machen es richtig, wenn Sie den Hund umgehend stören in seinem Verhalten. Sieht er einen anderen Hund, lenken sie ihn sofort ab mit einem Leckerchen oder einem Ball (wenn er verspielt ist), so dass er das fokussieren des anderen Hundes unterlassen muss.
Nähert sich beispielsweise ein anderer Spaziergänger mit Hund und fängt Ihr Hund an diesen Hund „anzupeilen“, reagieren Sie durchaus richtig mit „Nein“ und unterstreichen das „Nein“ allerdings noch mit einem Leinenruck. Dann beschäftigen Sie den Hund bis der andere Passant außerhalb des Einflussbereiches Ihres Hundes ist. Nun setzen Sie den Spaziergang fort. Lassen Sie also nicht den Hund bestimmen, wann Sie wieder nach Hause gehen.
Anfänglich wird es noch eine Übergangsphase geben, aber letztlich sollte es so funktionieren, wenn Sie sich konsequent durchsetzen.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg
Walter Hoffmann.

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