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Kategorie: Aggression

Frage: unser Hund beißt-ohne Vorwarnung

Gefragt am 11.10.2009 22:12 Uhr | Einsatz: € 20,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1023

Guten Abend,wir hatten schon einmal das Vergnügen...
wir haben einen 8-jährigen Dalmatiner Rüden,der seit ca. 6 J Jahren sehr vehement sein Revier verteidigt,das heißt, er beißt, aber in sehr unterschiedlichen Situationen.
Er mußte mit uns in den Jahren 3 mal umziehen-allerdings hatte und hat er immer seinen eigenen Hof, den er "bewacht".
Sind Freunde auf dem Hof, die er lange und gut kennt, können wir ihn mit draußen lassen, bei Fremden geht das gar nicht, was an sich auch in Ordnung ist. Gestern hat er einen Freund geschnappt, der ihm gut bekannt ist. Der Hund war im Zwinger und der Freund ging wie immer hin und streichelte ihn und machte seine Späße.Dann gingen wir auf die Ziegenwiese und ein paar Minuten später ging er wieder zum Zwinger, um den Hund zu streicheln-steckte seine Hand in den Zwinger, wie so oft, und alberte mit dem Hund rum-und plötzlich-ohne irgendwelche Warnung-biß der zu. Was sollen wir tun? Danke.

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Antwort

Beantwortet von Marianne Hoyer (Profil ansehen)

Guten Morgen!
Ihr Hund zeigt eine territoriale Aggressionsform. D. h. eine übermäßige Revierverteidigung. In den meisten Fällen ist dem Hund auch nicht die Rangordnung klar übermittelt worden. Hierzu ein kleines Beispiel: Der Hund lebt in einer Hierachie, indem es einen Rudelführer gibt, der u. a. auch für die Sicherheit des Rudels sorgt. Wenn Herrchen oder Frauchen nicht in der Lage sind, ihm zu signalisieren, das sie diejenigen sind, die diese Führungsqualität haben und aufpassen können, übernimmt zwangsläufug der Hund diese Position. Denn das "Rudel" muß ja überleben.
Als 1. Vorsichtsmaßnahme sollte während des Korrektur- arbeitens der Hund immer einen Maulkorb tragen, denn beißen ist auch eine sich selbstbelohnende Aktion. Er kommt immer zum Erfolg! Ein Beißversuch mit Maulkorb ist für ihn frustrierend, so dass er sehr wahrscheinlich sowieso schon keine Freude mehr dran hat und es unterlässt.
Trotzdem müssen die Spielregeln neu aufgestellt werden.
Hierzu ist ein tägl. Trainingsprogramm von 2 - 3 x einige Minuten erforderlich, indem er das 1 x 1 der Grunderziehung lernt (ca. 2-3 Monate). Wenn diese sitzt, muß ein Korrekturtraining erfolgen: Brenzliche Situationen werden gestellt, unerwünschtes Verhalten korrigiert und erwünschtes Verhalten belohnt. Wenn er es erstmal begriffen hat, dann aber bitte nicht aufhören, denn dann geht es ans konditionieren. Eine 100-prozentige Garantie des nicht mehr beissens kann allerdings nicht gegeben werden, aber das Risiko wird eindeutig kleiner.
Das "aufpassen" des Hundes würde ich drastisch unterbinden, denn ganz abstellen läßt sich dieses sowieso nicht. Und der Rest Aufpassinstinkt ist immer noch mehr als ausreichend.
Sie können begleitend zum Training auch Homöopathie einsetzen, z. B. Nux vomica C30 in Globolis.

Herzliche Grüße!

Marianne Hoyer

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