Kategorie: Aggression |
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Frage: Bellen an der Leine |
| Gefragt am 16.05.2010 13:53 Uhr | Einsatz: € 20,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1020 |
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Beantwortet von Dipl.-Ing. Walter Hoffmann (Profil ansehen)
Das Bellen und vor allem starke Ziehen des Hundes an der Leine ist der nachhaltige und in Ihrem Fall oftmals erfolgreiche Ausdruck eines Verlangens. Vor allem bellfreudige Hunde haben die Eigenart, ihrem Willen durch eine gezielte Bellaktion zu unterstreichen.
Der Weiße Schweizer Schäferhund ist in der Regel sehr sozialverträglich und er beweist Ihnen das offensichtlich auch durch sein allgemeines Verhalten. Die Schwierigkeiten an der Leine gehen auf eine nicht optimale Grundausbildung zurück. Ihr Hund hat sich daran gewöhnt, an der Leine zu ziehen, weil ihm diese Art des Spaziergangs offensichtlich gefällt und nicht unangenehm ist. Wenn Sie mit Ihrem Hund unterwegs sind und er wieder mal so richtig stramm in der Leine läuft, wechseln sie frühzeitig (direkt bei der Wahrnehmung des anderen Hundes) mit verbaler Ankündigung die Richtung. Unterstreichen sie den nun doch recht starken Ruck am Halsband oder Brustgeschirr. Setzen Sie sich durch. Mit der Richtungsänderung und der damit verbundenen Überraschung wird der Hund das Bellen einstellen und das Ziehen sollte bei konsequenter Anwendung weniger werden. Auch mit gelegentlichem Anhalten und weitergehen sollte sich der Hund anpassen. Sobald sich die Leine strafft, bleiben Sie oder der Hundeführer stehen bis der Hund ganz leicht nachgibt - erst dann gehen Sie wieder einige Schritte weiter. Führen Sie Übungszeiten ein und halten Sie diese zu Beginn kurz (max. 10 Minuten). Danach belohnen Sie Ihren Hund mit Spiel und/oder Freilauf. Es dauert lange und erfordert viel Geduld, dem Hund das Ziehen wieder abzugewöhnen, aber es lohnt sich. Parallel dazu sollte dann auch das ständige Bellen weniger werden, denn die Unterbrechung seiner Reizlage wird zunehmend unangenehm. Mit Geduld und vor allem Konsequenz sollten Sie in absehbarer Zeit erfolgreich sein. Walter Hoffmann |
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