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Kategorie: Sonstige Fragen an Erzieher

Frage: Das

Gefragt am 13.06.2010 02:46 Uhr | Einsatz: € 30,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1023

Hallo liebe/r Erzieher/in...

Mein Sohn (2,5 Jahre alt) schreit und kreischt oft ziemlich lautstark herum, sobald ich ihn ins Bett gebracht und seine Zimmertüre hinter mir geschlossen habe.

Er ist aber zufrieden, glücklich und alles ist in bester Ordung, so lange ich noch im Zimmer bin. Ich lasse ihn dann schreien, da er sich schnell wieder beruhigt und einschläft.

Bei meiner Tochter war das damals nicht so, als sie in dem Alter war. Gehört das zur Trotzphase dazu und testet er damit einfach nur seine Grenzen aus?

Vielen Dank im voraus für ihre Antwort.

Mit freundlichem Gruß,

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Antwort

Beantwortet von Ronald Schulze (Profil ansehen)

Hallo liebe Jessica Pingel,

Ihrer Beschreibung nach klingt es, als sei die Einschlafsituation inzwischen ritualisiert.
Ihr Verhalten - und das Ihres Sohnes - ist wohlmöglich zur Gewohnheit geworden. Gewohnheiten lassen sich bekanntlich nur schwer umstellen - doch ist es möglich.

Mit 2 ½ Jahren ist Ihr Sohn näher AM ENDE seiner Trotzphase als am Beginn; Grenzen wollen Kinder beim Einschlafen normalerweise viele Monate früher erfahren.

Sie berichten über die Zufriedenheit Ihres Kindes, solange Sie im Zimmer sind; dies impliziert ein bestehendes, gutes Vertrauensverhältnis; also insgesamt kein Grund zur Sorge !

Von Experimenten raten wir ab, da für Kinder strukturierte Abläufe wichtig.

Doch ist die Zeit des Schlafengehens gegebenenfalls entgegen dem Biorhythmus Ihres Sohnes. Wann Ihr Sohn am besten ins Bett geht, finden Sie heraus, indem Sie ihn zwei Abende bis 22 Uhr auf lassen.
Etwa alle ¾ Stunde kommen "Schlaffenster"; typische Anzeichen: das Kind reibt sich seine Augen, gähnt, kehrt den Blick nach innen. Das sind Zeitpunkte, zu denen es leichter einschlafen kann. So sich Ihr Sohn beispielsweise eine halbe Stunde früher (oder später) als bisher gut hinlegen lässt und mit seinem Schlaf auskommt, haben Sie das richtige Schlaffenster gewählt.

Lehnen Sie die Zimmertür beim Verlassen des Zimmers an - schließen Sie sie nur, wenn Ihr Sohn darauf besteht. Gut möglich, dass er ein wenig Licht braucht und / oder es ihm allein im Zimmer zu still ist und herein klingende Geräusche beruhigend auf ihn wirken.

Für jedes Kind gelten eigene Regeln. Selbst Zwillinge reagieren auf ein und dasselbe Elternverhalten unterschiedlich. Es liegt wohl daran, dass die Menschen tatsächlich individuell und unterschiedlich sind. Insoweit ist Ihre Betrachtung vom Bruder und seiner Schwester völlig stimmig.

Gerne stehen wir auch weiterhin mit Rat zur Verfügung

und senden die besten Grüße für
ein angenehmes Wochenende mit Ihren Kindern.

www.engagement-mensch.de

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