Kategorie: Kindererziehung allgemein |
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Frage: Unser Sohn 2 Jahre kann nicht mehr durchschlafen |
| Gefragt am 30.05.2011 09:14 Uhr | Einsatz: € 10,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1024 |
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Liebes Team, |
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Beantwortet von Ronald Schulze (Profil ansehen)
Liebe Bettina,
Umstellungen im Schlafverhalten bei Kleinkindern liegen im Wesen der Natur und sind nichts Ungewöhnliches. Durch die unterschiedlichen Wahrnehmungsphasen unserer Kinder, müssen sie erst lernen, mit der Vielzahl Ihrer Eindrücke umzugehen. Da kann es leicht mal sein, das nicht verarbeitete Prozesse zu zeitweisen Schlafreaktionen führen. Dies vorausgeschickt kann eine so plötzliche Schlafstörung, wie Sie sie schildern oft auch auf ein besonderes Erlebnis zurück zu führen sein (mitunter sind auch traumatische Erlebnisse ursächlich – wie Unfälle, Entführungen, Misshandlungen, Missbrauch). Es ist also sehr genau zu prüfen, welche (un)möglichen Veränderungen Ihr Sohn vor 3 Wochen gegebenenfalls wahrgenommen hat / wahrnehmen musste; Menschliche Wahrnehmungen sind so unterschiedlich, wie die Menschen selbst; vermeintlich gleiches Erleben kann deshalb völlig entgegengesetzt wahrgenommen werden. Damit die Schlafstörung besser erfasst werden kann, ist deshalb „Ursachenforschung“ vorrangig. Bitte (über)prüfen Sie noch einmal die Situation Ihres Sohnes seit Beginn seiner Schlafstörung (Streit zwischen den Eltern, Umzugsstress, Reizüberflutungen, Eifersuchten zwischen Geschwistern, neue Menschen im Umfeld, neue Spiel- und Beschäftigungsmaterialien, Verlassens_Ängste sind nur einige Möglichkeiten, die für kleine Kinder große Auswirkungen haben [können]). Signalisieren Sie Ihrem Sohn nicht, dass sein Verhalten negativ ist – auch, wenn Sie als Eltern dies derzeit als Belastung erleben. Ihr Sohn fühlt sich tatsächlich belastet, dies wohl unbewusst, da Sie schildern, dass er (im Bewussten) einschläft und aus dem Schlaf heraus weinend wach wird. Zeigen Sie besonders viel verbales Verständnis, geben ihm viel körperliche Zuwendung und nehmen Sie ihn in seiner „Verzweiflung“ an. Ablehnung wirkt kontraproduktiv. Zeigen Sie nicht ihm seine, sondern ihm Ihre Grenzen. Er wird es (emotional) verstehen; Kinder sind „Weltmeister“ der Empathie. Es wird für Sie leichter, wenn Sie sich vorstellen, dass es sich „nur“ um eine (vorrübergehende) Phase handelt und es sich nicht zu einem Dauerzustand entwickelt; je ent_spannter Sie Ihrem Sohn begegnen, desto einfacher wird er zurückfinden in seinen Schlaf. Schließen sie medizinische Indikationen aus. Ein Kinderarztbesuch wird Ihnen Gewissheit geben, dass aus medizinischer Sicht mit Ihrem Sohn alles in Ordnung ist oder Sie besondere Maßnahmen ergreifen müssen. Eine sehr verständnisvolle Zugangsweise - innerhalb der kommenden drei Wochen - wird voraussichtlich die Veränderungen herbeiführen, die Sie sich wünschen. Mit vielen Grüßen, Das Team von engagement-mensch.de -- |
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