Kategorie: Kindererziehung allgemein |
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Frage: Ungehorsamkeit und Agressives Verhalten |
| Gefragt am 19.05.2010 21:54 Uhr | Einsatz: € 30,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1017 |
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Sehr geeherte Damen und Herren, |
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Beantwortet von Alexandra Dürrbaum (Profil ansehen)
Hallo,
grundsätzlich gehe ich von einer Phase aus. Die 'Aggressivität', die Ihr Sohn zeigt, ist eine recht normale Reaktion auf Sie oder auf sein Umfeld. Sie sind etwas unsicher, z.B. wenn er beim Einkaufen einen Wutanfall bekommt, und das nutzt er schamlos aus! Ihr Sohn hatte Sie schon nach wenigen Lebenswochen so gut analysiert, dass er z.B. enau wusste, auf welches Schreien Sie am ehesten reagieren. Es ist wichtig für Sie zu wissen, dass Kinder unbewusst auf Situationen und Personen reagieren. Auch wenn Sie denken, Ihr Sohn mag Sie nicht. Im Gegenteil, er sucht Ihre Nähe, will sich an und mit Ihnen Reiben und testet seine Grenzen aus. Seien sie klar, eindeutig und konsequent. Werden Sie nicht böse oder ängstlich, was die Leute von Ihnen denken könnten, wenn Ihr Sohn rumbrüllt. Diskutieren Sie nicht mit Ihm, sondern sagen Sie ihm klar und verständlich an, was der Plan ist und wenn er nicht in den Buggy will, dann muss er eben laufen (auch wenn es für Sie bedeutet, dass der Spaziergang nun länger dauert). Kratzen, Beißen o.ä. gehen gar nicht, und dass müssen Sie Ihrem Sohn deutlich machen. Halten Sie die Hände und Füsse von sich fern und reden Sie mit ihm. Das bringt aber wahrscheinlich nicht immer den gewünschten Erfolg. Dann bringen Sie Ihn in sein Zimmer, damit er sich beruhigen kann. Das ist ein Spiel zwischen Nähe und Distanz. Beruhigt er sich darf er sofort wieder in Ihre Nähe, ist er aggressiv, dann muss er sich distanzieren, weil sich keiner von ihm verletzen lässt. Das hilft meist recht gut, allerdings nur, wenn Sie sich und Ihr Verhalten ebenfalls genau beobachten und analysieren. Falls Ihr Sohn bemerken sollte, dass Sie sich anders verhalten, wird er sich nicht mehr an die Regeln halten. Sie sind sein Vorbild! Meine Kollegin schrieb hier vor wenigen Tagen zu einem ähnlichen Fall: "Tipp: 1. Überlegen Sie welche Regeln Sinn machen und überprüfen Sie diese regelmäßig 2. Beziehen Sie Ihren Sohn immer mehr mit ein, je älter er wird (Selbstverantwortung) 3. Stellen Sie nur Regeln auf, hinter denen Sie auch stehen und die Sie durchsetzten 4. Unterstützen Sie positiv und loben Sie Ihren Sohn bei eingehaltenen Absprachen" Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen, außer, dass der eigene Umgang mit Regeln wichtig ist und wesentlich zur Erziehung unserer Kinder beiträgt. Viel Erfolg! Alexandra Dürrbaum - Erziehungs Coach - |
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