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Kategorie: Kindererziehung allgemein

Frage: Regeln

Gefragt am 15.05.2010 21:19 Uhr | Einsatz: € 20,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1019

Guten Tag

Mein Sohn (9 Jahre) hört nicht mehr auf uns.Wenn er eine Konsequenz z.B.Fernsehverbot bekommt nutzt er jede Möglichkeit doch zu schauen .Wir packen schon die Fernbedienungen weg,dannmacht er sich den Fernseher so an.Ich wollte schon die Zimmer abschließen. Mein Mann ist total dagegen,er meint Chris muß so hören ,das funktioniert aber einfach nicht Was sollen wir tun,daß er auf uns hört und sich an Regeln in unserer Familie hält?

Vielen Dank im voraus.Gudrun

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Antwort

Beantwortet von M. Sypek (Profil ansehen)

Liebe Gudrun,

ich kann Sie gut verstehen, da das Einhalten von Regeln nicht nur wichtig ist, um den Kindern Sicherheit und Orientierung zu geben, sondern auch um den Alltag in der Familie zu strukturieren.

Sie schildern, dass sich Ihr Sohn bei einem Regelverstoß nicht an die daraus resultierenden Konsequenzen hält (Fernsehverbot).

Welchen Regelverstoß hat er begangen?
Hat er zu lange Fern gesehen, Sendungen geschaut die nicht abgesprochen waren, …? Dann besprechen Sie mit ihm in Ruhe Ihr Anliegen.
Erklären Sie ihm warum es Ihnen wichtig ist, dass er sich an diese Absprachen hält(z.B. zu lange Fern gesehen = morgens unausgeschlafen und unkonzentriert in der Schule, …); beziehen Sie Ihren Sohn mit ein und fragen Ihn, welche Konsequenz er vorschlagen würde.
Kinder die sich wertgeschätzt und respektiert fühlen können Regeln besser einhalten.
Zudem sind Regeln nicht unumstößlich, kann er heute nicht ausnahmsweise fünf Minuten länger schauen wenn es doch gerade so spannend ist (verzichtet dafür vielleicht freiwillig am Folgetag auf fünf Minuten Fernsehzeit)?

Oder folgte das Fernsehverbot aus einem für Ihren Sohn nicht nachvollziehbaren Verhältnis zum Fehlverhalten (z.B. Zimmer nicht aufgeräumt = Fernsehverbot)?
Wichtig für Ihren Sohn ist es, das Regeln, egal welcher Art, immer nachvollziehbar sind und im direkten Zusammenhang mit dem unerwünschten Verhalten stehen (mit dreckigen Straßenschuhen durch den frisch geputzten Flur gelaufen = selbst wieder weg wischen).

Tipp:

1. Überlegen Sie welche Regeln Sinn machen und überprüfen Sie diese regelmäßig

2. Beziehen Sie Ihren Sohn immer mehr mit ein, je älter er wird (Selbstverantwortung)

3. Stellen Sie nur Regeln auf, hinter denen Sie auch stehen und die Sie durchsetzten

4. Unterstützen Sie positiv und loben Sie Ihren Sohn bei eingehaltenen Absprachen


Alles Gute und viel Erfolg!

M.Sypek

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