Kategorie: Kindererziehung allgemein |
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Frage: Meine Tochter klammert |
| Gefragt am 18.03.2010 17:15 Uhr | Einsatz: € 20,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1027 |
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Bewertung: 4,7 (von 5 Sternen)
Sehr geehrte Erzieher! Meine Tochter ist sieben Jahre alt und geht zur Schule. Wenn wir uns - auch nur kurzzeitig - nicht sehen, weil ich beruflich eingebunden bin und sie bei Ihrer Grossmutter ist, nässt sie sich ein und weint. Wenn ich dann wieder da bin spricht sie tagelang nicht mit mir und zeigt mir die kalte Schulter. Was kann ich tun, dass meine Tochter nicht mehr so klammert und mehr Eigenständigkeit entwickelt? Vielen Dank! |
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Beantwortet von Alexandra Dürrbaum (Profil ansehen)
Hallo!
Entschuldigen Sie bitte die verspätete Antwort, aber ich hatte Probleme mit der Technik ;-) So, nun zu Ihrer Frage: Also grundsätzlich zeigt Ihre Tochter schon eine sehr heftige Reaktion entweder auf Ihre Abwesenheit oder auf den Aufenthalt bei Ihrer Großmutter. Nun möchte ich keine Vermutungen über das Verhältnis zwischen Ihrer Tochter und der Großmutter anstellen, allerdings ist 'regelmäßiges' Einnässen, falls keine körperlichen Beeinträchtigungen vorliegen, Ausdruck einer seelisch Störung oder eines seelischen Ungleichgewichts. Ich würde Ihnen empfehlen wie folgt vorzugehen: Überlegen Sie zuerst einmal für sich, ob es einen Zeitpunkt oder eine Situation gab, wo das Einnässen begann. Falls Sie etwas dergleichen festmachen können, dann müssen Sie das entstandene Trauma behutsam bewältigen. Falls Ihre Tochter allerdings noch nie richtig trocken war, d.h. sie immer schon zum Einnässen tendiert hat, dann könnte es sich ebenfalls um eine seelische Inbalance handeln. Einnässen ist dann grundsätzlich ein Ausdruck von ANGST. Sie müssen sich von dem Gedanken freimachen, dass Ihre Tochter dies nur tut, um Sie zu kontrollieren und Ihnen 'das Leben schwer zu machen'. Eine Entwöhnung des Klammerns kann man z.B. durch ein Klingelband lösen. (Bitte nicht verwechseln mit der sog. Klingelhose zur Toilettenerziehung!) Die Klingel befindet sich z.B. im Wohnzimmer, wo sich der Erwachsene aufhält. Das andere Ende ist am Bett des Kindes befestigt. So verliert das Kind zunehmend die Angst vor dem Alleinsein. Allerdings ist Ihre Nähe für Ihre Tochter sehr wichtig. Nehmen Sie sich bewußt Zeit für Zweisamkeiten mit Ihr, besonders wenn Sie wissen, dass Sie bald wieder beruflich eingebunden sein werden! Viel Erfolg! Alexandra Dürrbaum |
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