Kategorie: Kindererziehung allgemein |
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Frage: Geschwisterrivalität |
| Gefragt am 26.05.2010 17:43 Uhr | Einsatz: € 10,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1020 |
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Bewertung: 5,0 (von 5 Sternen)
Liebes Team! Unser Sohn (8) und unsere Tochter (3) haben sich ständig in der Wolle. Sie ist sehr auf ihren Vater fixiert. Wenn etwas vorgefallen ist rennt sie zu ihm und petzt. Unser Ältester heult sich daraufhin bei mir aus und es gibt wieder Familienärger. Was können wir tun, um diese Konkurrenzsituation zu entschärfen!?! Danke! |
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Beantwortet von Ronald Schulze (Profil ansehen)
Liebe Eltern,
wir haben heute unseren 1. Tag bei "frag-einen.com" und wurden erst vor ein paar Minuten von der Administration frei geschaltet. Insoweit können wir erst jetzt auf Ihr Anliegen eingehen. Zum Vorgang : Die von Ihnen geschilderte Problematik wird als "Lagerkonflikt" beschrieben :Mutter / Sohn + Vater / Tochter. Es kann hilfreich (auch vorbildhaft) sein, wenn sich beide "Lager" zusammentun. Im Konfliktfalle könn(t)en Sie (die Eltern) bemüht sein, die Familie zusammen zu führen (nicht gegeneinander sondern miteinander). Zur Tochter : "Petzen" beschreibt im vorliegenden Fall ein intensives Vertrauensverhältnis zum Vater - allerdings mit der Unwegbarkeit einer möglichen Sanktion gegenüber dem Bruder. Es ist daher im Einzelfall zu prüfen, ob das Verhalten des Bruders überhaupt "petzwürdig" ist oder ob die (jüngere) Schwester nur einen Weg gefunden hat, über den Älteren (Bruder) zu "triumphieren" (Konkurrenzverhalten). Nehmen Sie den "Verrat am Bruder" - ohne Hinweis auf mögliche "Bestrafungen" gegenüber dem Bruder - an. Zeigen Sie ihr mögliches Verhalten auf, das hilft, mit dem Bruder zu harmonieren. Zum Sohn : Der Bruder hat es nicht leicht musste er doch den "Prinzenstatus" abgeben (mindestens aber teilen), als seine Mutter mit seiner Schwester (etwa ab dem 4. Monat) schwanger war; eklatant ab Geburt. Trösten Sie das Weinen des Sohnes ohne "Fingerzeig" auf die Schwester. Der Sohn will sich angenommen fühlen. Die Geschwister stehen in Konkurrenz. Dies ist ein natürliches Verhalten. Aufgabe der Eltern kann es nur sein, (den Kindern) zu verdeutlichen, dass von der jeweiligen Konkurrenz keine "Gefahr" ausgeht (zum Beipsiel kein Liebesverlust bei dem jeweilig anderen Elternteil). Fazit / Interventionshilfe : Gehen Sie nicht auf jedes Konfliktverhalten Ihrer Kinder untereinander ein. Die Zwei "dürfen" durchaus den ein und anderen Konflikt auch schon mal alleine, also ohne Intervention durch die Eltern lösen. Bieten Sie an, dass sich die Kinder im Streitfall (räumlich)trennen können (bevor es eskaliert) / sowohl die Schwester vom Bruder wie umgekehrt. Vermeiden Sie ein : wir hier ihr da, also Lagerkonflikte. Dann sollten Sie schon nach kurzer Zeit erste Erfolge sehen. Beste Grüsse, www.engagement-mensch.de |
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