| Kategorie: Computerspiele |
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| Frage: Ist mein Sohn Computersüchtig? |
| Einsatz: € 20,00 |
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Bewertung: 3,7 (von 5 Sternen)
Guten Tag, |
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Beantwortet von Alexandra Dürrbaum (Profil ansehen)
Sehr geehrte Frau P.,
ob bei Ihrem Sohn schon eine Sucht vorliegt oder nicht, lässt sich aus der Ferne schlecht beurteilen. Fakt ist aber, dass er das Medium PC anscheinend als Zuflucht nutzt. Das kann verschieden Ursachen haben: Zum einen kann es ganz harmlos sein und Ihr Sohn hat momentan einfach Lust zu zocken. Solche Phasen regulieren sich oftmals von allein, wenn der Kick an einem neuen Spiel, einem Highscore oder ähnlichem nachlässt. Zum anderen fühlen sich Teenager in der Pubertät oft unverstanden und zu Unrecht bevormundet. Das PC-Spiel kann eine Art der Konfliktbewältigung sein, sollte sich aber auf Dauer nicht im Alltag manifestieren. Was können Sie also tun? Hier ist mein Vorschlag, der natürlich keinen Anspruch auf 100% haben kann, da ich weder Sie noch Ihren Sohn kenne und somit sind diese Tipps eher als universell zu sehen: (Vorab sei noch erwähnt, dass so kurz vor den Sommerferien eh bei fast allen Schülern die Luft raus ist!) 1. Zu Beginn der Ferien würde ich mit ihm in einem kurzen Gespräch klären, dass er nun 2 Wochen (?) so viel Zocken darf wie er möchte, "...und dann unterhalten wir uns noch einmal." 2. Falls Sie bemerken, dass sein Interesse am PC in dieser Zeit nachlässt, dann geht diese extreme Phase wahrscheinlich bald zu Ende. Falls nicht müssen Sie in dem angekündigten Gespräch (3. Ferienwoche) ihm ein Ultimatum setzen! WICHTIG: Fragen Sie ihn zuerst nach seiner Sicht der Dinge! Fragen Sie ihn, wie es weiter gehen soll, insbesondere nach den Ferien, wenn er wieder Pflichten zu erfüllen hat! Geben Sie ihm 1 Woche Zeit sich etwas zu überlegen. Für den Fall, dass er sich keine Handlungsalternative überlegen will, werden Sie sich (ggf. zusammen mit Ihrem Lebenspartner/der restlichen Familie) eine überlegen, "... die sicherlich nicht ganz seinem Geschmack entsprechen wird." Also ist er im Zugzwang mitzuarbeiten. Es liegt in seinem Interesse die Regel aufzustellen, damit er nicht schlecht "abschneidet" bei der ganzen Sache. 3. In der 4. Ferienwoche soll er Ihnen seinen Vorschlag unterbreiten. Ist er akzeptabel? Bleiben Sie ruhig und konsequent! Das Gespräch ist erst beendet, wenn sich beide auf einen Kompromiss einigen können. Grundsätzlich gilt: - Nehmen Sie Ihren Sohn, seine Wünsche und Ängste ernst. - Bleiben Sie ruhig und konsequent - Sie sind der Erwachsene. - Zeigen Sie ihm Vor- und Nachteile seiner jetzigen Lebensweise und der angestrebten Verhaltensweise auf, und dass ganz alleine er für mögliche Konsequenzen einstehen muss. - Überlegen Sie sich zu welchen Konsequenzen Sie bereit sind. Drohen Sie mit nichts, was Sie nicht auch 100% durchziehen könnten! Ziel ist es bei der ganzen Sache, dass Ihr Sohn sich gleichberchtigt fühlt und zu einem mündigen Menschen heran wächst. Reden SIe also Klartext mit ihm. Wer für sich Rechte in Anspruch nehmen will, muss auch seine Pflichten kennen und erfüllen! Wie eingangs bereits gesagt, können/sollen Sie diese Tips nicht ganz ungefiltert bei Ihrem Sohn anwenden, denn Sie kennen ihn immerhin schon seit 16 Jahren und können ihn gut einschätzen. Falls Sie das Gefühl haben, dass sich ... a) ... sein Verhalten weiterhin manifestiert (körperlicher und geistiger Rückzug aus der Realität); b) .. Sie sich mit der Situation überfordert fühlen, dann stehe ich Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung, ob Online oder in meiner Elternberatung. Ansonsten wenden Sie sich bitte an eine Erziehungshilfe vor Ort. Ich wünsche Ihnen viel Mut und Kraft diese Veränderungen durchzuführen. Sonnige Grüße aus Schermbeck, A. Dürrbaum |
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