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Kategorie: Ernährungsberatung für Sportler

Frage: Zubereitung von Müsli

Gefragt am 18.11.2009 12:20 Uhr | Einsatz: € 35,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1066
Bewertung: 5,0 (von 5 Sternen) Zubereitung von Müsli , 5 von 5 bei 1 Bewertungen Sehr geehrte Frau Iwan, ich treibe gerne in der Früh Sport, gehe Laufen oder Schwimmen. Ich habe mir angewöhnt ca. eine halbe Stunde vorher eine Schale mit Müsli (bestehend aus Haferflocken, Bananen und Kornflakes) zu mir zu nehmen. Jetzt habe ich gehört, dass es sinnvoller is

Sehr geehrte Frau Iwan,

ich treibe gerne in der Früh Sport, gehe Laufen oder Schwimmen. Ich habe mir angewöhnt ca. eine halbe Stunde vorher eine Schale mit Müsli (bestehend aus Haferflocken, Bananen und Kornflakes) zu mir zu nehmen. Jetzt habe ich gehört, dass es sinnvoller ist, dass Müsli am Abend für den nächsten Morgen vorzubereiten und in Wasser über Nacht quellen zu lassen, statt es am nächsten Morgen frisch zubereitet mit Milch zu sich zu nehmen.
Für die Verdauung sicherlich gut, aber gehen dadurch nicht auch die Nährstoffe verloren?

Mit freundlichen Grüßen

Ingo P.

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Antwort

Beantwortet von Dipl.oec.t Alexa Iwan (Profil ansehen)

Lieder Ingo P.,

für Ihren sportlichen Start in den Tag ist ein Müsli mit Haferflocken und Bananen bestens geeignet!
Wenn Sie die im Handel üblichen, fertigen Haferflocken benutzen (und davon gehe ich aus) brauchen Sie nichts vorher einzuweichen. Im Gegenteil – wenn Sie diese Flocken über Nacht in Flüssigkeit legen, schmecken Sie am nächsten Morgen leicht bitter.
Um Haferflocken herzustellen werden die Haferkerne zunächst gedämpft und dann flachgewalzt. Durch das Dämpfen sind sie für uns leicht verdaulich, auch ohne vorheriges Einweichen.

Anders ist das bei frisch gemahlenem Getreide. Wenn Sie ein sogenanntes „Frischkorn-Müsli“ aus frisch geschrotetem Getreide herstellen, dann müssen Sie das Schrot über Nacht einweichen, sonst könnten Sie es nicht verdauen (bekämen Bauchschmerzen und Durchfall).
Diese Müslis bestehen aber eben nicht aus Flocken, sondern aus Schrot! Nährstoffe gehen hierbei nicht verloren, dann das Getreide liegt ja in der Flüssigkeit, die am Ende mitgegessen wird. Allerdings sollte man bei dieser Müsli-Variante nur wenig Haferkörner in die Mischung tun, denn auch hier wird der Hafer durch das Einweichen bitter. Das ist leider eine spezielle Eigenschaft des Hafers, die mit seinem höheren Fettgehalt zu tun hat....

Die 3. Variante wäre nun, dass Sie Ihre Haferflocken selbst herstellen. Es gibt so kleine Pressen für den Haushalt, mit denen man ganze Haferkörner platt quetschen kann. Dann haben Sie unbehandelte Haferflocken (nicht gedämpft, wie die Handelsware s.o.) und die wiederum müssen Sie einweichen, sonst könnten Sie sie weder essen noch verdauen.
Aber auch hier gilt: Achtung, es entstehen Bitterstoffe beim Einweichen. Deshalb sind z.B. Dinkelkörner besser geeignet, wenn man Flocken selbst machen möchte.
Doch wie gesagt, um die Nährstoffe brauchen Sie sich dabei keine Sorgen zu machen, solange Sie die Flocken bzw. das Schrot dunkel und abdeckt im Kühlschrank einweichen.

Also: essen Sie weiter Ihre normalen Haferflocken ohne Einweichen -- Hafer ist ein furchtbar gesundes Getreide!

Herzliche Grüße
Alexa Iwan

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