Kategorie: Radiologie |
|---|
Frage: Strahlung nach Skelletszintigrafie |
| Gefragt am 08.07.2010 22:26 Uhr | Einsatz: € 10,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1020 |
|
Sehr geehrte Damen und Herren, |
Klicken Sie hier und fragen Sie einen Arzt zum Thema Radiologie!
| Antwort |
|---|
|
Beantwortet von Dr.med. Tobias Theben (Profil ansehen)
Die Strahlenexposition durch nuklearmedizinische Untersuchungen ist in den vergangenen Jahren immer weiter zurückgegangen.
Das liegt zum einen daran, dass die verwendeten Radiopharmaka immer weiter verbessert werden konnten. Zum anderen wurde die Kameratechnik immer weiter optimiert. Im Mittel entspricht die Strahlenexposition bei einer nuklearmedizinischen Untersuchung der Strahlendosis, die ein Mensch im Verlauf eines Jahres aus der Umgebung aufnimmt!! Damit entspricht sie bei vielen Untersuchungen in etwa der Strahlenexposition einer Röntgenuntersuchung der Lunge. 1.)Nach der Untersuchung besteht noch eine geringe Reststrahlung, die aber innerhalb weniger Stunden abklingt. Sie ist so gering, daß der Gesetzgeber hier keine besonderen Auflagen macht. 2.)-5.) Trotz der langen HWZ des Stoffes 99-Tc ist für die Reststrahlung die Elimination über die Nieren maßgeblich, die innerhalb von Stunden abläuft, danach ist m.E. keine relevante Reststrahlung Ihrer Mutter mehr zu erwarten. Also ist auch kein Sicherheitsabstand erforderlich. Das individuelle Risiko für Sie selbst und Ihre Schweamngerschaft läßt sich natürlich nicht exakt beziffern, denn theoretisch kann auch ein Restrisiko von 1:10000000 noch eine Erkrankung hervorrufen, dies ist zum erwähnten Zeitpunkt (20.SSW) jedoch erheblich weniger relevant als in den ersten 3 Monaten einer Schwangerschaft. Ich hoffe Sie mit diesen Informationen ein wenig beruhigt zu haben, wenngleich es in der Medizin eine 100%ige Sicherheit nicht geben kann. Alles Gute für Sie und Ihre Familie Ihr Tobias Theben
Nachfrage Rückantwort |
Klicken Sie hier und fragen Sie einen Arzt zum Thema Radiologie!
