Kategorie: Orthopädie |
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Frage: Schulter, Rotatorenmanschette |
| Gefragt am 21.03.2011 13:13 Uhr | Einsatz: € 30,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1035 |
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Hier kommt nun eine laengere Geschichte (inklusive Vorgeschichte, fuer die ich bereits Hinweise erhielt). Es waere mir sehr recht, wenn sich ein entsprechender Facharzt zu diesem Thema aeussern wuerde (bzw. jemand, der hier tatsaechlich Erfahrungen hat). |
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Beantwortet von Christian Klein (Profil ansehen)
Guten Tag,
Nach dem was Sie hier geschildert haben gehe ich ebenfalls davon aus, dass keine schwerwiegende Verletzung oder gröberer Riß der Rotatorenmanschette vorliegt. Allerdings haben Sie eine für die Schultern doch sehr belastende Übung durchgeführt, die entweder zu einer muskulären Überbeanspruchung des gesamten Schultergürtels geführt hat i.S eines schweren Muskelkaters ohne sichtbare Verletzungszeichen oder aber es ist zu einer Entzündung im Bereich des Schulterdachs gekommen. Da ähnliche Beschwerden nach den ähnlichen Übungen auftreten und ein Zeitraum von ca. 6 Monaten mit wechselnden Beschwerden bereist erfüllt ist und auf Grund der Tatsache, dass beim ersten Mal das Armanheben zum Küchenschrank einräumen schmerzte, gehe ich davon aus dass Sie wahrscheinlich ein Impingement-Syndrom haben mit daraus resultierender Entzündung des Schleimbeutels "subakromial" d.h die Gleitschicht zwischen knöchernem Schulterdach und Schulterkopf. Als weitere Möglichkeit käme eine Reizung bzw. Verschleiß des Schultereckgelenks in Frage. Um ein Impingementsyndrom festzustellen, ist es am einfachsten eine Röntgenuntersuchung der Schulter mit sog. y-Aufnahme durchzuführen, da dort die häufig angeborene "ungünstige" Hakenform des Akromions d.h Schulterdachs zu sehen ist. Eine Ultraschalluntersuchung im akuten Zustand ist ebenfallse sehr aussagekräftig, um die Schleimbeutelreizung und Zustand der Rotatorenmanschette festzustellen. Sollte Sie im Ausland Geld zu Zugang für eine Kernspintomographie haben, ist dies sicherlich die modernste und sicherste Methode für die Diagnose. Aber ein echtes Impingementsyndrom mit Bursitis d.h Schleimbeutelreizung sollte nach einer Spritze unter das Schulterdach (nicht ins Gelenk!) mit einem lokalen Betäubungsmittel und Kortison zu einer raschen und deutlichen Besserung führen. Damit ist auch die schnellste und einfachste Therapie des Impingementsyndroms genannt, ansonsten sollte mind. 6 Monate lang mit konservativen Methoden d.h Krankengymnastik, Voltaren-Tbl (nicht als Dauertherapie für Nieren, Magen und Leber geeignet!) ggf. Akupunktur versucht werden die Beschwerden in den Griff zu kriegen. Ohne anhaltende Besserung besteht dann bei vorhandenem Impingement die Empfehlung einer arthroskopischen Operation der Schulter mit Entfernung des entzündeten Schleimbeutels und Entfernung des hakenförmigen Knochenvorsprungs mittels einer Fräse. Ich hoffe, Ihnen mit dieser Ausführung geholfen zu haben, Gruß, Dr. Ch. Klein |
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