Kategorie: Orthopädie |
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Frage: ITBS – Kortisontherapie |
| Gefragt am 10.05.2011 14:02 Uhr | Einsatz: € 15,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1022 |
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Bewertung: 5,0 (von 5 Sternen)
Habe mit großem und schnellem Erfolg Kortison-Injektionen gegen ITBS (+ Entzündungen rund ums Knie) bekommen mit nur geringen und kurzfristigen Nebenwirkungen. Da noch minimale Restschmerzen vorhanden sind und der Erfolg so gravierend war, würde ich gerne damit fortfahren, bin mir allerdings bzgl. der Nebenwirkungen nicht ganz sicher. Laut Orthopäde besteht weniger Gefahr der Beeinträchtigung der Nebennierenrinde, als (wenn ich das hier so richtig wiedergebe) ein Risiko von Gewebsschäden. Die sechs Injektionen erfolgten im Abstand von mehreren Wochen direkt in die Bänder. |
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Beantwortet von Christian Klein (Profil ansehen)
Sehr geehrter Patient,
Zur Frage, wieviel Injektionen das Knie beim ITBS verträgt, gibt es leider keine aussagekräftigen Studien. Allgemeine Richtlinien sind bei diesen funktionellen Schmerzen, dass eine konservative Therapie angezeigt ist. Wie Sie wahrscheinlich schon wissen ist dies eine Stufentherapie, bei der man gewöhnlicherweise mit einer Reduktion oder Pause der Sport- bzw. Laufbelastung beginnt und neben lokalen Dehnübungen (z.b in Seitlage mit der Oberschenkelaußenseite auf einem Tennisball abrollen, um den gespannten Tractus iliotibialis zu dehnen) lokale Eisanwendungen oder Schmerzgel durchführt. Sollte dies nicht erfolgreich sein, sollte KG unter Anleitung durchgeführt werden evtl. Ultraschalltherapie gegen die Entzündung des Schleimbeutels dort. Zudem können spezielle Schuheinlagen verordnet werden z.B bei stärker ausgeprägten O-Beinen oder einer Pronationsstellung des Fusses. Bei fehlendem Erfolg bringen dann Kortisoninjektionen an den entzündeten Schleimbeutel bzw. das ITB oft raschen Erfolg. Allerdings besteht bei wiederholten Kortisoninjektionen tatsächlich das Risiko, dass es zu sog. Fettgewebsnekrosen kommt, also einem Untergang von Weichteilgewebe in diesem Bereich, was neben kosmetischen auch funktionelle Beschwerden nach sich ziehen kann. Ein geringeres Risiko stellt die Schwächung der Ernährung der Sehen dar, was in seltenen Fällen auch dazu führen kann, dass die Sehen bei Maximalbelastung einreisst. Als letztes besteht bei jeder Infektion das geringe Risiko einer Infektion im Weichteil oder schlimmer des Gelenkes, da man doch mal zu tief gerät mit der Spritze. Kurzum : Ich würde nach 6 Injektionen in den letzten Wochen auf weitere Kortisoninjektionen verzichten und ggf. Infiltrationen mit Lokalanästhetikum und einem stoffwechselanregenden Homöopathikum z.b Zeel/Traumeel etc. empfehlen. Auch eine Akupunkturbehandlung ist risikofrei. Nach einer Pause von 3-6 Monaten ist eine erneute Kortisoninjektion sicher weniger risikoreich. Die Nebenniere wird übrigens durch die lokalen Injektionen nicht nennenswert betroffen. Hoffe ich konnte Ihnen helfen, Gruß von Dr. Ch. Klein |
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