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Kategorie: Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde

Frage: Beule am Nacken

Gefragt am 04.12.2009 21:21 Uhr | Einsatz: € 15,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1091

Halo, ich habe seit 2-3 Jahren eine Beule hinten am Nacken, rechte Seite, am anfang war sie sehr gross, ungefehr 3 mal so gross wie jetzt, ich ging damit zum Arzt und er sagte das es nur ein Pickel sei, ich habe versucht ihm raus zu drücken, es kahmen kleinere weise Stücke raus die sehr rochen, mit der Zeit als die Beule kleiner würde machte ich mir weniger sorgen, ab und zu versuche ich sie immer wieder zu drücken und es kommt wieder nur das selbe weisse Zeug raus, jedoch nur wenig, das danach auch sehr riecht, die Beule fült sich meiner meinung nach nicht wie ein Pickel an, sie legt tiefer unter der Haut und ist sehr hart, haben sie eine ahnung was es sein könnte? Ob es gefährlich ist?

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Antwort

Beantwortet von Dr.med. Tobias Theben (Profil ansehen)

Sehr geehrter Patient,

bei der geschilderten Beule am Nacken, aus der sich weiße Stückchen entleeren, handelt es sich mit ziemlicher Sicherheit um ein Atherom, einen sogenannten Grützknoten.
Dies sind sackartige, langsam wachsende kleine talg-gefüllte Säckchen unter der Haut, die dann entstehen, wenn Talgdrüsen sich nicht adäquat entleeren können, häufig bei stärker behaarten Individuen. Atherome entwickeln sich oft am Kopf, aber auch im Gesicht, am Hals und entlang der sogenannten "Schweißrinne", angefangen am Nacken, wo sich traditionell viele Abfallprodukte des Körpers (Zelldetritus) ansammeln.
Abhilfe bietet leider nur eine chirurgische Entfernung dieses Grützknotens. Dies sollte auch prophylaktisch durchgeführt werden, weil Athrome die Tendenz dazu haben, sich irgendwann einmal zu infizieren und dann eitrig zu entzünden. Durch bloße äußere Anwendungen heilen sie leider in der Regel nicht ab. Es sollte bei der OP darauf geachtet werden, daß der gesamte Grützbeutel entfernt wird, denn bei Zurückbleiben von Kleinstanteilen, kommt es zum erneuten Ausbilden eines solchen.
Wenn Sie schon einmal ein Athrom hatten, besteht leider ein erhöhtes Risiko für die Nachbildung von weiteren - also seien sie gewappnet - über das normale Maß an guter Körperhygiene hinaus kann man prophylaktisch leider nicht viel dagegen tun.

Ich wünsche gute Besserung, ohne einen Eingriff wird sich das Problem, so wie sie es schildern wahrscheinlich nicht dauerhaft lösen lassen.

Ihr Tobias Theben

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