Kategorie: Chirugie |
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Frage: Verwölbung im Bauch über dem Bauchnabel - Hernie? nach Kaiserschnitt |
| Gefragt am 03.05.2011 20:53 Uhr | Einsatz: € 15,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1060 |
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Sehr geehrter Herr/Frau Dr.! |
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Beantwortet von Dr. med. Ralf Berg (Profil ansehen)
Liebe Fragende,
zunächst noch herzlichen Glückwünsch zu Ihrem Nachwuchs. Nach ihren SChilderungen und dem Bild scheint es sich bei Ihnen in der Tat um einen Nabelhernie/Nabelbruch zu handeln. Sie brauchen sich aber keine Vorwürfe wegen der Rückbildungs gymnatik zu machen, Hernien können Sie damit auch nicht verhindern, da besteht m. W. kein Zusammenhang. Es liegt einfach in der Natur der SChwangerschaft, dass sich das ganze Gewebe stark dehnen muss und es somit an den "Nathstellen" auch zu Brüchen führen kann. Zu Ihren Fragen: Bei einem Kaiserschnitt geht es ausschließlich und vorrangig um das schonende, schnelle und sichere Entbinden des Kindes. Dazu gehört auch, dass die Narkose zu kurz wie möglich gehalten wird. Weitere Untersuchungen werden nicht vorgenommen. (Meist wollen die Mütter doch danach stillen). Gesehen wird so ein Bruch bei dem Eingriff schon deshalb nicht, da ja der ganz Leib, bis auf die Schnittstelle mit sterilen Tüchern abgedeckt wird. Und die Kaiserschnittführung ist ja erheblich weiter unten. Wie sie auch selbst berichten, fiel ihnen der "Kirschkern" auch erst nach dem KS auf. Oft sind die Bruchpforten solange das Kind noch im Mutterleib ist und alles unter Spannung steht, gar nicht sicht und tastbar. Auch wenn Ihnen, was man ja verstehen kann, nicht schon wieder nach einer OP ist, muss ich Ihnen aber den Rat geben den Bauchnabel/Bruch doch einem Chirurgen vorzustellen. Die Tatsache, dass nach ihren Angaben die manchmal einen Knoten Spüren und dann wieder nicht, legt die Folgerung nahe, dass sich zumindest zeitweise, Darm, oder Netzanteile in ihren Bauchdecken einlagern. (Dies ist auch der Grund fürh Ihre Mißempfindungen und Atemnot. ) Da sich so ein Dünndarm, oder Netzanteile auch einmal in so einer Bruchpforte einklemmen können, was dann zu einer NotOP führt, sollten Sie trotz Unbehagen, ihren Befund einem Chirurgen oder zunächst dem Hausarzt zeigen, damit dieses Risiko eingeschätzt werden kann. Natürlich besteht noch etwas Hoffung, dass sich das Gewebe in den nächsten 3-4 Monaten wieder etwas strafft, und die Bruchlücke sich verkleinert, aber sehr groß ist diese Wahrscheinlichkeit nicht. Und auf Ihre Frage wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, das das was Sie schildern tatsächlich ein Nabelbruch ist muss ich leider sagen eher über 95% als darunter. (sorry). Aber so ein Nabelbruch ist nicht wirklich etwas schlimmes. Und man muss es ja nicht jetzt sofort operieren. Aber wegen der Komplikation des Einklemmens sollte man unvoreingeommen nach einer Untersuchung eines darin erfahrenen Operateurs, falls dieser den Befund für "Sanierungsbedürftig" hält, diese Möglichkeit in Betracht ziehen. mit vielen herzlichen Grüßen ihr Dr. Ralf Berg
Nachfrage Rückantwort |
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