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Kategorie: Chirugie

Frage: Verwölbung im Bauch über dem Bauchnabel - Hernie? nach Kaiserschnitt

Gefragt am 03.05.2011 20:53 Uhr | Einsatz: € 15,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1060

Sehr geehrter Herr/Frau Dr.!

Vor 7 Monaten hatte ich leider einen sekundären KAISERSCHNITT.

Zu meinem Problem:

Nun spürte ich 2 Monate nach dem KS ein seltsames Phänomen als ich so meinen Bauch abtastete über dem Bauchnabel ( unter der Bauchdecke) verschiebbaren Knoten/Knubbel, drücke ich dagegen ist er dann plötzlich wieder verschwunden. Nach einiger Zeit kommt er dann wieder. Mir ist aufgefallen wenn ich Stuhlgang hatte wölbt sich dann der Oberbauch ein klein bisschen vor und der Knubbel ebenfalls. Was ziemlich unangenehm ist und mit leichter atemnot verbunden ist. Außerdem leide ich seit vielen Jahren unter Chronischer Verstopfung. Ich las im Internet nach und erschreckte als ich auf das Thema \"epigastrische hernie\" oder \"Nabelbruch\" sties jedoch weiss ich nicht ob auch Hypochondrie dabei ist.
Auch habe ich direkt über dem Bauchnabel eine kleine Delle siehe Bild dort wo die delle ist taste ich dann auch diesen komischen Knoten.
Er ist Innen im Bauch mal weg mal wieder da von außen sehe ich ihn nicht!

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http://s7.directupload.net/file/d/2461/tszgdcmi_jpg.htm

(einen moment warten bitte beim Laden des Bildes!)

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ich muss dazu sagen das ich nie Rückbildungsgsymnastik gemacht habe, wegen meiner schlechten psychischen Verfassung nach der geburt. ev. Zusammenhang?.

Ich habe Angst wirklich einen Bruch zu haben, und noch einmal operiert werden zu müssen, ehrlich wie groß (auch in Prozenten) laut meinen Beschreibungen + Bild schätzen sie das es sich um einen Bruch handeln könnte? und stelle mir deshalb folgende Frage:
1. Wenn ich mir den Bruch bereits in der SSW zugezogen habe warum wurde er nicht währen des Kaiserschnittes gesehen und behoben, das hätte man doch sehen müssen als der Arzt den Bauch \"aufschnitt\" ich bin nur Leie und kann es mir nur bildlich vorstellen?

Mein Bauchnabel ist nach dem KS wie ein \"kirschkern\" heraußen zu sehen!

Ich danke Ihnen für jeden hilfreichen Rat!

Danke!

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Antwort

Beantwortet von Dr. med. Ralf Berg (Profil ansehen)

Liebe Fragende,

zunächst noch herzlichen Glückwünsch zu Ihrem Nachwuchs.

Nach ihren SChilderungen und dem Bild scheint es sich bei Ihnen in der Tat um einen Nabelhernie/Nabelbruch zu handeln.
Sie brauchen sich aber keine Vorwürfe wegen der Rückbildungs
gymnatik zu machen, Hernien können Sie damit auch nicht verhindern, da besteht m. W. kein Zusammenhang. Es liegt einfach in der Natur der SChwangerschaft, dass sich das ganze Gewebe stark dehnen muss und es somit an den "Nathstellen" auch zu Brüchen führen kann. Zu Ihren Fragen: Bei einem Kaiserschnitt geht es ausschließlich und vorrangig um das schonende, schnelle und sichere Entbinden des Kindes. Dazu gehört auch, dass die Narkose zu kurz wie möglich gehalten wird. Weitere Untersuchungen werden nicht vorgenommen. (Meist wollen die Mütter doch danach stillen). Gesehen wird so ein Bruch bei dem Eingriff schon deshalb nicht, da ja der ganz Leib, bis auf die Schnittstelle mit sterilen Tüchern abgedeckt wird. Und die Kaiserschnittführung ist ja erheblich weiter unten. Wie sie auch selbst berichten, fiel ihnen der "Kirschkern" auch erst nach dem KS auf. Oft sind die Bruchpforten solange das Kind noch im Mutterleib ist und alles unter Spannung steht, gar nicht sicht und tastbar.
Auch wenn Ihnen, was man ja verstehen kann, nicht schon wieder nach einer OP ist, muss ich Ihnen aber den Rat geben den Bauchnabel/Bruch doch einem Chirurgen vorzustellen. Die Tatsache, dass nach ihren Angaben die manchmal einen Knoten Spüren und dann wieder nicht, legt die Folgerung nahe, dass sich zumindest zeitweise, Darm, oder Netzanteile in ihren Bauchdecken einlagern. (Dies ist auch der Grund fürh Ihre Mißempfindungen und Atemnot. ) Da sich so ein Dünndarm, oder Netzanteile auch einmal in so einer Bruchpforte einklemmen können, was dann zu einer NotOP führt, sollten Sie trotz Unbehagen, ihren Befund einem Chirurgen oder zunächst dem Hausarzt zeigen, damit dieses Risiko eingeschätzt werden kann. Natürlich besteht noch etwas Hoffung, dass sich das Gewebe in den nächsten 3-4 Monaten wieder etwas strafft, und die Bruchlücke sich verkleinert, aber sehr groß ist diese Wahrscheinlichkeit nicht. Und auf Ihre Frage wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, das das was Sie schildern tatsächlich ein Nabelbruch ist muss ich leider sagen eher über 95% als darunter. (sorry).
Aber so ein Nabelbruch ist nicht wirklich etwas schlimmes.
Und man muss es ja nicht jetzt sofort operieren. Aber wegen der Komplikation des Einklemmens sollte man unvoreingeommen nach einer Untersuchung eines darin erfahrenen Operateurs, falls dieser den Befund für "Sanierungsbedürftig" hält, diese Möglichkeit in Betracht ziehen.

mit vielen herzlichen Grüßen ihr Dr. Ralf Berg

Nachfrage
Danke für ihre schnelle und hilfreiche antwort!

Ich habe noch eine Nachfrage und zwar sieht man den Bruch im Ultraschall leicht/schwierig/womöglich gar nicht?
Kann der arzt den Nabelbruch auch ertasten selbst wenn der Knubbel gerade nicht zum Vorschein ist?
Ist die Delle über dem Bauchnabel also ist da dann ca. die Bruchpforte?
ich danke ihnen für meine letzte frage!

Rückantwort
Hallo,

zu ihren Rückfragen:

1. Bruch kann meist auch dann ertastet werden wenn Knubbel nicht da ist. Bei untersuchen läßt der Arzt sie pressen (Bauchpresse) und kann dann bei palpieren oft die (innere) Wölbung des Bruchsackes mit der Fingerkuppe erspüren.

2. zum Sono: stark geräte und Untersuchder abhänigig
Mit normalem Bauchschallkopf fast nicht oder nur bei sehr großen Bruchpforten zu sehen.
Inzwischen haben einige Chirurgen aber spezielle Schallköpfe
für sog. "small parts" wie Sie auch die Internisten/Radiologen für die SChilddrüse benutzen, und können je nach Auflösung des Geräts und gewonnener Erfahrung des Untersuchers auch schon sehr kleine Lücken diagnostizieren. (Kenne jedenfalls einen in meiner Umgebung auf den das zutrifft) Aber ist noch nicht überall verbreitet. Fazit: US ist noch 2te Wahl. Erfahrung und Abtasten mit dem Finger ist meist sensibler/erfolgreicher.
3. Letzte Frage: Ja, nach dem Bild würde ich die Bruchpforte etwas über Ihrem Bauchnabel vermuten.

Mit Vielen lieben Grüßen Dr. Berg

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