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Kategorie: Chirugie

Frage: Schlüsselbeinbruch

Gefragt am 04.12.2011 17:58 Uhr | Einsatz: € 15,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1020
Bewertung: 5,0 (von 5 Sternen) Schlüsselbeinbruch , 5 von 5 bei 1 Bewertungen Ich habe einen Schlüsselbeinbruch (totaler Durchbruch, lateral: nahe am Schultergelenk), wobei ein Teil des Schlüsselbeins nun über dem anderen liegt und die Schulter verkürzt und hängend wirkt. Nun soll operiert werden (Schiene wird eingelegt). Allerdings habe ich im Netz v

Ich habe einen Schlüsselbeinbruch (totaler Durchbruch, lateral: nahe am Schultergelenk), wobei ein Teil des Schlüsselbeins nun über dem anderen liegt und die Schulter verkürzt und hängend wirkt. Nun soll operiert werden (Schiene wird eingelegt). Allerdings habe ich im Netz vielfach von "konservativer" Methode gelesen, wonach sich bei Ruhigstellung das Schlüsselbein von selbst wieder richtet. Das verwirrt jetzt.

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Antwort

Beantwortet von Dr. med. Ralf Berg (Profil ansehen)

Guten Abend verehrte/r Fragende/r

Der Verwirrung kann ich abhelfen. Dankenswerterweise, haben sie medizinisch exakt die Lokalisation des Schlüsselbeinbruches geschildert (lateral/schultergelenksnah,Verkürzung durch Überlappung der Frakturenden).
Hier liegt die Ursache für das Vorgehen das Ihnen vorgeschlagen wurde. Die meisten Schlüsselbeinfrakturen, ereignen sich mittig oder im medialen Drittel. In aller Regel kann man diese "konservativ" also nur mit äußerlichem Verband behandeln. Selbst dann wenn die Enden nicht exakt übereinander liegen. Da diese Frakturen schultergelenksfern lokalisiert sind, hat eine nicht so exakte Achsenstellung keine großen Auswirkungen auf die Schultergelenks- beweglichkeit. Das Schlüsslebein "wächst wieder aus" bis das laterale Ende sich inetwa wieder dort befindet, wo es vor der Fraktur auch lag. Dies ist bei Ihnen anderst, da die Fraktur gelenknah ist. Dort kommt es wie sie auch schön beschrieben fast immer zu einer Verkürzung und Überlappung. Diese kann während der Heilung noch zunehmen und wird zu einer Fehlstellung und Fehlfunktion des Schultergelenks führen. Hier ist eine innere Schienung vonnöten, damit das Schultergelenk sich wieder anatomisch am richtigen Ort befindet. Mit einem nur äußeren Verband lassen sich diese lateralen (auch oft als distale Frakturen) bezeichneten Frakturen nicht richtig fixieren.
Alles Klar! ?
Ich hoffe meine Antwort kann Ihre Verwirrung beenden.

Mit vielen Grüßen und noch einen den Umständen entsprechenden schönen Adventssonntagabend sowie eine gute Genesung wünscht Ihnen R. C. Berg

Nachfrage
vielen Dank!

(nach der OP geht auch alles viel besser)

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