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Kategorie: Chirugie

Frage: Kontraindikation Metall--- Gleichstrombehandlung

Gefragt am 20.10.2010 23:23 Uhr | Einsatz: € 10,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1014

Guten Abend,

im Jahr 2002 wurde bei mir ein Cavernom im Gehirn entfernt. Die Operation erfolgte mit Navigation unter mikrochirurgischer Resektion des Cavernoms, rechts hochfrontal.

Ich bin Kosmetikerin und möchte jetzt mit einigen Geräten arbeiten. Da es bei diesem Gerät Kontraindikationen gibt, für den Kunden, als auch für mich, möchte ich wissen ob ich dies überhaupt ausführen darf. Eine Kontraindikation wäre auch Metallimplantate.

Die Schädeldecke wurde ja bei mir, soweit ich weiß, mit einer ?Metallklammer? verschlossen. Das Prinzip des einen Gerätes, dem IONTO-SKIN REGULATORS, besteht darin, dass zwischen den Händen der Kosmetikerin und dem Gewebe des Kunden ein pulsierendes elektrisches Feld aufgebaut wird. Dieses Feld wird durch 2 Elektroden aufgebaut, von denen die eine in Form eines Stabes am Körper des Kunden und die andere als Klebeelektrode am Arm der Kosmetikerin platziert wird. Die Kosmetikerin trägt Handschuhe, die als Isolator dienen. Zwischen den Händen der Kosmetikerin und dem Gewebe des Kunden kommt es zu niederfrequenten elektrostatischen Entladungen. Der IONTO-SKIN REGULATOR arbeitet im Bereich 5-50Hz.

Ist es für mich möglich mit diesen Geräten zu arbeiten?

Freundliche Grüße

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Antwort

Beantwortet von Dr. med. Olaf Stephan (Profil ansehen)

Sehr geehrte Fragende,

prinzipiell gibt es aus medizinischer Sicht keine Einwände gegen die Anwendung des von Ihnen oben beschriebenen elektrischen Gerätes durch Sie. Technisch gesehen fließt kein Strom durch Ihren Körper, da Sie ja einen isolierenden Handschuh tragen, außerdem arbeitet das Gerät auf alle Fälle mit Niederspannung. Der Aufbau eines niedrig frequenten Wechselfeldes (5 bis 50 Hz) zwischen Ihrer Hand und dem Kunden ist ebenfalls unbedenklich und Ihr Kopf mit der Metallklammer ist ohnehin weit vom Feld entfernt (die Intensität eines Feldes nimmt proportional zum Quadrat des Abstandes ab, also nicht linear). Außerdem werden seit längerer Zeit keine ferromagnetischen Werkstoffe für Metallteile, die im menschlichen Körper verbleiben mehr verwendet, es kommen hier meist Titanlegierungen zur Anwendung. Einzig bei einem Herzschrittmacher könnte es aus meiner Sicht zu Feldinterferenzen kommen, da sollten Sie sich bei der Herstellerfirma erkundigen, es könnte ja sein, dass einer Ihrer Kunden einen Herzschrittmacher trägt. Mit freundlichen Grüßen O. Stephan.

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