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Kategorie: Allgemeinmedizin

Frage: Essstörung

Gefragt am 19.10.2011 23:48 Uhr | Einsatz: € 10,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1012

Guten Abend

Ich hätte ein paar Fragen berzüglich zum Thema "Essstörung"

Ich habe ich denletzten 10 Monaten ca 20kg abgenommen, ausgelöst durch psychischen Stress und danach noch strenge Diät gemacht.
Mein Allgemeinarzt weis davon, da ich öfters in der Akutphse in der es mir schlecht ging ( pyschisch) bei ihm war.
Heute war ich wegen einer Impfung bei ihm und er überredete mich mal , damit ich auf die Waage steige. Er meinte danach, dass wenn ich noch weiter abnehme er mir erneut Psychopharmaka verschreiben würde, was ich auf gar keinen Fall möchte. Ich nahm 3 Monate lang Psychopharmaka ein wegen Panikattacken, wodurch es mir immer schlechter ging, da ich dieses Arzneimittel nicht vertragen habe.
Zurzeit wiege ich 54kg und bin 1,69m gross. Da ich mich noch als dick sehe und mich unwohl in meinem Körper fühle, würde ich gerne noch ein paar Kilo abnehmen. Bin ich wirklich schon essgestört was er behauptet? Ich esse nur fettarm und kalorienreduziert halt viel Obst und Gemüse.
Ich denke nicht dass dies gefährlich ist , oder es mir schadet noch ein paar Kilo abzunehmen. Ich weis nicht was ich nun denken soll.
Vielen Dank für eine Antwort.
MFG

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Antwort

Beantwortet von Christian Welsch (Profil ansehen)

Sehr geehrte Fragestellerin,

Zur Frage , ob man Über oder Untergewichtig ist, berechnet man in der Regel den Body-Mass-Index (BMI) . Hierzu müssen sie Ihr Gewicht in Kilogramm durch das Quadrat ihrer Größe in Metern teilen. Dabei resultiert ein Wert von 18,90 bei Ihnen. Je nachdem, welche Normwerttabellen man nun berücksichtigt, sind sie gerade noch Normgewichtig oder beginnend untergewichtig, als auf keinen Fall noch dick. Das sie sich weiter als zu dick sehen könnte für eine Magersucht sprechen, bei der die Patienten eine stark gestörte Wahrnehmung von sich selbst haben. Eine solche Erkrankung kann sehr gefährlich sein. Sie sollten wenn möglich mit dem Hausarzt darüber reden und einen Spezialisten aufsuchen. Sollte sich die Diagnose bestätigen, ist das sicherlich auch ohne Psychopharmaka behandelbar.
Von weiterer Gewichtsabnahme rate ich dringend ab.

Mit freundlichen Grüßen
C.Welsch

Nachfrage
Danke erstmal für die sehr schnelle Rückantwort.

Muss mir zuerst mal Gedanken darüber machen. Bin nun etwas irritiert. Denke mal nicht dass ich Magersucht habe. Da ich immer dachte dass diese Leute gar nichts mehr essen oder so gut ie gar nichts. Ich esse jedoch täglich noch ca 800kcal in Form von Gemüse, Obst, Suppen, Magerquark und Magerjoghurt. Ab und zu auch Süssigkeiten.
Ich lasse nur manchmal ein Essen ausfallen, wenn ich keinen Hunger habe. Das einzige was ich merke ist dass mir ständig kalt ist; meine Finger sich blau dann verfärben und mir zeitweise schwindelig ist und ich seit 4 Monaten keine Periode mehr bekomme. Hat dies was mit Magersucht zu tun?
Zu welchem Spezialisten könnte ich gehen wenn ich noch weiter abnehme und mein Essverhalten nicht verändert bekomme? Es fällt mir halt schwer normal zu essen, da ich ständig aufs abnehmen fixiert bin. Dies bemerke ich an mir. Wäre ein Gewichtsverlust noch von 4 kg gefährlich? MFG

Rückantwort
Sehr geehrte Frsgestellerin,
ich denke auch nicht, daß sie an extremer Magersucht leiden.
Sie haben Ihr Alter und Ihren Beruf nicht angegeben, aber wenn ich von einem mittleren Alter um die 30 Ausgehe, haben sie bei selbst bei einer rein sitzenden Tätigkeit in einem Bürojob einen Kalorienbedarf von 1800-2000 Kalorien. Mit nur 800 Kalorien fahren sie da eine strenge Diät, die unweigerlich zu weiterem Gewichtsverlust und auch zu Mangelzuständen führen kann. Wenn sie kein Fleisch essen, muss man auch den Eisenhaushalt im Körper beachten, die Symptome, die sie beschreiben, können z.b. auf einen Eisenmangel und eine Blutarmut(Anämie) hinweisen. Auch eine ausbleibende Periode von 4 Monaten sollte frauenärztlich abgeklärtwerden , hier wäre es ja z.B. auch denkbar, das eine Hormonstörung dies Auslöst und auch Ursache für Ihre Unlust zum Essen ist. Besprechen sie bitte alle Symptome offen mit Ihem Arzt, er wird sicher die notwendigen Maßnahmen ergreifen.
Ich wünsche Ihnen alles Gute

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