Kategorie: Allergologie |
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Frage: Atemluftbeschwerden |
| Gefragt am 28.05.2009 13:38 Uhr | Einsatz: € 30,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1014 |
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Bewertung: 4,7 (von 5 Sternen)
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Beantwortet von Björn Biermann (Profil ansehen)
An eine Allergie würde ich in Ihrem Falle erst einmal nicht denken. Die diversen negativen Allergietest unterstützen dies. Als ich die
Beschreibung ihrer Symptome las ,fiel mir als Erstes das sogenannte Sjögren Syndrom ein. Dies ist eine chronische Entzündung der Tränen-u. Speicheldrüsen mit den Leitsymptomen der Augen und Mundaustrocknung. Die Betroffenen beschreiben häufig Beschwerden durch das Austrocknen von Mund und anderen Schleimhäuten wie in ihrem Fall der Nasenschleimhaut. Dies führt dazu, dass diese anschwellen und das Atmen unheimlich schwer wird. Wenn ihr behandelnder Arzt dies noch nicht ausgeschlossen hat, sollten sie ihn aufsuchen. Der Nachweis kann über verschiedene Antikörper im Blut erfolgen. Auch der Augenarzt kann durch den sogenannten "Schirmer- Test" die verminderte Tränensekretion nachweisen. Notfalls muss die Diagnose durch einer Gewebeentnahme aus der Lippeninnenseite gestellt werden. Andere Ursachen, wie zum Beipsiel Nebenwirkungen von Medikamenten müssen natürlich vorher ausgeschlossen sein. Die Therapie ist in jedem Fall nicht ganz einfach und vorherrschend auf die symptomatische Behandlung ausgerichtet. D.h. man versucht die körperlichen Symptome zu verringern. Das Cetirizin ist ein Medikament ,daß bei allergischen Reaktionen hilft, indem es die körpereigene Abwehr unterdrückt. Da bei Ihnen scheinbar keine Allergie vorliegt bezweifle ich die Wirksamkeit. Die symptomatische Therapie würde ich persönlich in erster Linie durch Förderung des Sekretionsreizes der Speicheldrüsen vornehmen. Dazu empfehle ich Ihnen ausreichend zu trinken, wenn Sie mögen und es Ihnen hilft können Sie Kaugummi kauen, eventuell künstlichen Speichel als Spray (z.B. Glandosane), feuchtigkeitserhaltene Augentropfen und den Einsatz von einem kortisonhaltigem Nasenspray (Nasonex)-allerdings nicht in der Langzeitbehandlung. Die genannten Mittel können auch durch wirkstoffgleiche andere Präparate ersetzt werden. Ich hoffe, daß damit ersteinmal die dringendsten Fragen beantwortet sind und wünsche Ihnen trotzalledem ein schönes Pfingstfest und gute Besserung. |
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